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Gemeinsam erfolgreich in Konsortien – Prodatic berichtet

Der Softwaremarkt ist hart umkämpft und wird zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung von einigen wenigen, ganz großen Playern dominiert. Doch die Realität in Deutschland sieht zum Glück anders aus: Es gibt viele kleine und mittelständische Software Hersteller, die mit ihren Produkten sehr erfolgreich – ja sogar oft Weltmarktführer – sind. Wie schaffen sie das in Konkurrenz zu den allgegenwärtigen Konzernen?

Das Erfolgsrezept der meisten mittelständischen Softwareunternehmen ist ihre Expertise in einem klar eingegrenzten Bereich. Häufig sind sie mit ihren Produkten und Dienstleistungen entweder auf eine bestimmte Branche oder eine konkrete Funktionalität spezialisiert. In diesem Bereich verfügen sie über tiefgreifendes Wissen, langjährige Erfahrung und engen Kontakt zu den Anwenderunternehmen. So gewinnen spezialisierte Unternehmen sehr häufig gegen Allround-Produkte der großen Hersteller, die im Gegensatz zu ihnen zwar fast alle Branchen bedienen und unzählige Funktionen anbieten, damit aber niemals die Kundenbedürfnisse so genau treffen können. Denn die Lösungen des Mittelstands sind aufgrund ihrer Spezialisierung perfekt auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten.

Wider besseres Wissen entscheiden sich zahlreiche Anwenderunternehmen für generalisierte Standardlösungen von Großanbietern, statt auf speziell für die Anforderungen angepassten Lösungen zu setzen. Warum tun sie das, auch wenn sie dann entweder ihre eigenen Prozesse der Software anpassen müssen oder aber die Software kostenpflichtig angepasst werden muss?

Kunden ist es wichtig, dass die gesamte im Unternehmen eingesetzte Software problemlos miteinander arbeitet. Wenn es Lösungen von vielen verschiedenen Anbietern gibt, kann es immer wieder zu Problemen kommen, beispielsweise wenn bei einem Produkt ein Update ansteht und es anschließend nicht mehr reibungslos mit den anderen Produkten kommuniziert. Dazu kommt, dass der Anwender nicht nur einen Ansprechpartner bei Softwareproblemen hat. Er muss sich immer an das zuständige Unternehmen wenden – eine Unterscheidung, die für ihn vor allem in technikfernen Branchen nicht immer offensichtlich ist.

Eine mögliche Antwort der kleinen und mittelständischen Softwareunternehmen auf diesen Nachteil ist der Zusammenschluss mit gleichgesinnten Unternehmen. In sogenannten Konsortien können Anbieter unterschiedlichster Software ihre Produkte miteinander verbinden, sodass der Kunde am Ende den Vorteil aus beiden Anbietersituationen genießen kann: Er bekommt ein Produkt, welches aufgrund seiner spezialisierten Teilprodukte perfekt zu seinen Bedürfnissen passt. Gleichzeitig muss er sich nicht um verschiedene Anbieter kümmern, denn das (Kombi)Produkt des Konsortiums wirkt für ihn nach außen hin wie ein einziges Produkt mit einem einzigen Ansprechpartner. So entsteht eine Win-Win Situation: Mittelständische Softwareunternehmen erstarken in Konkurrenz zu den Konzernen und der Anwender muss nicht auf den Komfort eines einfachen, sicheren Software-Handlings verzichten, während dieser die Vorteile einer harmonisierten Speziallösungen genießen kann.

Diesen Weg ist auch die Prodatic-EDV-Konzepte GmbH gegangen. Senior Sales Manager Armin Leitner berichtet hier von der Umsetzung und Erfahrung in einem Software Konsortium:

 

Ausgangssituation

  1. Was bieten Sie an?

Die gemeinsame Produktlösung unseres Konsortiums heißt ERP2OXID. Es ist eine schlüsselfertige All-in-One Lösung, die unsere ERP Software, einen B2B Online-Shop, ein Dokumenten Management System sowie eine professionelle Finanzbuchhaltung beinhaltet. Inkludiert sind Dienstleistungen im Bereich der Prozessanalyse, Implementierung sowie kostenlose Updates und Wartung. Unsere Produktlösung repräsentiert also etwas, dass fast jedes Unternehmen im Einsatz hat – allerdings oft als Insellösungen. Dadurch entstehen häufig Probleme, sei es durch unterschiedliche Schnittstellen oder bei Updates. So ein Ablauf ist dann selten reibungslos. Dieses Problem umgehen unsere Kunden mit ERP2OXID, da wir bereits im Vorfeld alle Systeme aufeinander abgestimmt und zu einer Gesamtlösung harmonisiert haben.

  1. Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, mit anderen IT-Unternehmen ein Konsortium einzugehen?

 Generell ist es so, dass der Softwaremarkt sehr flexibel und agil ist – und wir als Hersteller schnell auf wechselnde Bedürfnisse unserer Kunden reagieren müssen. Irgendwann ist allerdings ein Punkt erreicht, an dem es einfach sinnvoll ist, einen Partner in eine Gesamtlösung zu involvieren, der ein erforderliches Produkt bereits auf einer breiten Basis erfolgreich entwickelt und vermarktet. Dadurch sind wir in der Lage, schnell und effizient auf Kundenwünsche und Anforderungen zu reagieren und kamen so zu der Entscheidung, innerhalb eines Konsortiums mit mehreren Unternehmen eine umfangreiche Unternehmenssoftwarelösung zu initiieren.

  1. Haben Sie bereits vorher von ähnlichen Konsortien gehört?

Nein, die Idee entstand bei uns allein aus dem Antrieb heraus, dem Markt eine schlüsselfertige Unternehmenssoftware als ein sorgenfreies All-in-One Produkt anzubieten.

 

Umsetzung

  1. Wie haben Sie Ihre Kooperationspartner gefunden?

 Wir kennen alle beteiligten Partner bereits seit vielen Jahren aus einzelnen Vorprojekten, die wir in unterschiedlichen Konstellationen bewältigt haben. So ist über die Zeit eine enorme Wissens- und Vertrauensbasis gewachsen. Zwei unserer Partner sind ja wie wir Mitglied im Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi). Das verbindet. Und an dem Dritten im Bunde arbeiten wir.

  1. Wer sind Ihre Partner?

Die beteiligten Partnerunternehmen des Konsortiums sind die OXID eSales AG, die Diamant Software GmbH und die DocuWare AG. Diese Konstellation kam dadurch zustande, dass sich unsere Produkte und Ausrichtungen hervorragend ergänzen und die Unternehmen in ihren Segmenten zu den Marktführern gehören. Weitere Kriterien bei der Partnerauswahl für ERP2OXID waren, dass jedes involvierte Softwareprodukt über eine breite Installationsbasis verfügt und die Entwicklung sowie der Support in Deutschland stattfindet.

  1. Gab es Hürden in der Umsetzung? Wenn ja, welche?

In einem Konsortium braucht es ganz klar jemanden, der den Karren anschiebt. Derjenige, der die ursprüngliche Idee hat, muss die Partner überzeugen, Vorarbeit zu leisten. In unserem Fall war die Idee so gut, da waren nur wenige Gespräche für ein grundsätzliches „Ja“ notwendig. Deutlich aufwendiger war die Synchronisierung der Entwicklungsabteilung. Das hat etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, war aber wichtig und notwendig damit jedem Beteiligten klar ist, worum es bei der Lösung geht und was wir erreichen möchten. Zum Glück hat auch das ohne Konflikte funktioniert. Der Schlüssel zum Erfolg in einem Konsortium liegt für uns somit darin, klar zu verteilen, wer die Verantwortung trägt und antreibt.

  1. Wie lange dauerte es von der der ersten Idee über Umsetzung bis zum Angebot am Markt?

 Da wir unsere Partner bereits sehr gut kannten und alle relevanten Akteure für die ERP2OXID Lösung von Beginn an mit am Tisch saßen, ging es bei uns recht schnell mit der Umsetzung. Unsere ersten Gespräche hierzu begannen Ende 2017, Anfang Februar 2018 hatten wir unser erstes Meeting. Zentrale Themen hierbei waren eine nachhaltige und performante Umsetzung über Unternehmensgrenzen hinweg. Bereits bei der Entwicklung haben wir uns ganz bewusst für zwei Betriebsformen und drei definierte Leistungsstufen entschieden. Unsere Kunden sollten künftig zwischen einer klassischen On Premise Installation und einer hoch performanten Cloud Variante entscheiden können. Das war uns in Sachen Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sehr wichtig. Nach rund vier Monaten, Mitte Juni 2018, konnten wir die erste Version von ERP2OXID einem breiten Fachpublikum in Freiburg vorstellen.

Das zeigt: Wenn alle an einem Strang ziehen, kann es sehr schnell gehen.

  1. Wie viel Mehraufwand hat das Konsortium für Sie bedeutet?

 In der Anfangsphase waren es für mich als treibende Organisationskraft auf Seiten von Prodatic rund 50% Mehrarbeit. Jetzt wo alle Rahmenbedingungen stehen, konzentrieren wir uns verstärkt auf den Vertrieb. Diese Arbeit wird im ersten Halbjahr durch uns und die OXID eSales AG vorangetrieben. Im Jahresverlauf werden wir die Aktivitäten durch unsere Partner weiter ausbauen und verstärken.

  1. Wie haben Ihre Kollegen auf die neue Situation reagiert?

 Alle waren von Anfang an sehr erwartungsvoll. Jeder kannte die Produkte der anderen Unternehmen natürlich aus den gemeinsamen Projekten. Allerdings hatten viele zu Beginn keine exakte Vorstellung davon, wie so eine intensive Zusammenarbeit über mehrere Unternehmen aussehen kann. Der einzige Weg die Kollegen mitzunehmen war, die nachvollziehbare Story in der laufenden Projektarbeit mit Leben zu füllen und geplante Ergebnisse zu erzielen. Nachdem wir eine unternehmensübergreifende Idee zu einer fertigen ERP-Commerce Lösung entwickelt haben, sind alle Kollegen im Boot und begeistert von unserem Konsortium und der gemeinsamen Arbeit.

 

Ergebnis 

  1. Wie reagieren die Anwender auf Ihre gemeinsame Lösung?

 Kunden wissen natürlich, dass es eine gemeinsame Lösung ist, die aus vier Software- Komponenten von vier Herstellern besteht. Das kommunizieren wir auch so. Der eigentliche Wow-Effekt entsteht allerdings durch die erlebbare Harmonisierung zu einer Gesamtlösung, die von der Planung, Implementierung, dem Service sowie der Wartung alles beinhaltet und aus einer Hand geliefert wird. Viele Unternehmen geben die Verantwortung für die Auswahl des richtigen Systems oft an nur eine oder zwei Personen einer Fachabteilung ab. Diese Mitarbeiter haben dann die Aufgabe, unzählige Anforderungen und Wünsche aller relevanten Abteilungen einer Unternehmensstruktur zu sammeln, aufzubereiten und mit technischen Anforderungen auszuformulieren. Damit müssen sie sich dann einem Markt stellen, der mit mehreren hundert Softwarelösungen und noch mehr Fragen aufwartet. Das geht oft schief und mündet in der Nichterfüllung von Erwartungen, die sich zwangsläufig auch monetär auswirken, und für lange Sales Cycle sorgen. Wir wollen mit ERP2OXID diese Zeiträume bis zu einer Entscheidung massiv reduzieren und bieten unseren Kunden spezialisiertes Know-How in allen vier Bereichen an. Flankiert wird das Gesamtpaket durch eine feste Kalkulationsgrundlage sowie ein sicheres Gefühl bei der Auswahl der passenden Lösung.

Kurzum: eine schlüsselfertige Lösung für alle, die sich keine Sorgen bei der Einführung einer umfassenden Unternehmenssoftware machen möchten.

  1. Wie vertreiben Sie Ihr gemeinsames Produkt?

Die vertrieblichen Aktivitäten werden derzeit primär über die Prodatic GmbH und die OXID eSales AG durchgeführt. Im Jahresverlauf werden die Kapazitäten durch weitere Partner ausgebaut. Parallel arbeiten wir an unserem neuen Partnerprogramm, das interessierten Systemhäusern und Dienstleistern die Möglichkeit gibt, Ihr Produktportfolio zu erweitern und gemeinsam mit uns als Konsortium neue Kunden zu erschließen.

  1. Gibt es etwas, dass Sie bei der Entstehung oder in der Zusammenarbeit im Konsortium überrascht hat?

Gedanklich waren alle Beteiligten sehr schnell und voll dabei. Als es allerdings an die reine Umsetzung ging, war ich persönlich von der sich stetig aufbauenden Gruppendynamik sehr überrascht und zugleich beeindruckt. Es war schön zu sehen, wie sehr man sich innerhalb des Konsortiums auf das Ziel fokussiert hat und positive Zwischenergebnisse zu noch mehr Engagement geführt haben. Im Ergebnis haben wir als Team eine terminliche Punktlandung hingelegt und sind sehr stolz über die gemeinsam erreichte Leistung und unseren Zusammenhalt.

 

Ausblick

  1. Sie kennen jetzt die Angebote des KIW. Als wie bedarfsorientiert und praxisnah bewerten Sie die Angebote?

Das tun wir, richtig. Und wir nutzen sie. Schaut man sich als Beispiel die rasante Weiterentwicklung von Technologien aller Art an, die Fülle an technischen Innovationen, deren Vielfalt und Möglichkeiten, die einen fast täglich aufs Neue faszinieren – allein ist das kaum zu filtern. Der Bedarf, eine zentrale Plattform für den IT-Mittelstand zu nutzen, die hochwertiges Know-How zur Verfügung stellt, wertvolle Inhalte kommuniziert und Menschen aus den unterschiedlichsten Unternehmen die Gelegenheit gibt sich zu vernetzen, ist mehr als gegeben. Das gilt für herstellende Unternehmen untereinander, aber eben auch für Unternehmen, die auf der Suche nach Informationen und Produktlösungen sind. Denn oft kommen hervorragende Ergebnisse leider nicht bei jedem an.

Ein praxisnaher Ansatz des KIW ist aus meiner Sicht bereits darin bereits bestätigt, sich nicht nur mit den Themen Forschung- und Entwicklung als solches zu beschäftigen, sondern die Ergebnisse mit anderen Hidden Champions zu teilen, die Vernetzung intelligent und strategisch zu forcieren und Konsortien zu fördern.

  1. Was empfehlen Sie anderen IT-Unternehmen im Hinblick auf kooperative Geschäftsmodelle und die Zukunftsfähigkeit des IT-Mittelstands?

Miteinander sprechen! Vieles beginnt ja schon einfach nicht, weil die Leute sich nicht ansprechen. Wenn es nicht passt, ist es nicht schlimm. Man muss sich nur trauen – und Ergebnisse aus solchen Kontakten neutral verwenden. Meiner Meinung nach wird die Zukunftsfähigkeit von IT-Unternehmen durch gemeinsam formulierte Ziele, Ambitionen sowie das Know-How, das sie vermitteln, geprägt sein. Partnerschaften und Synergien werden in einem sich immer schneller entwickelnden Marktumfeld deutlich mehr an Bedeutung gewinnen.

Wir haben uns bereits vor vielen Jahren darauf eingestellt, dass Kunden eine Lösung nicht nach einzelnen Komponenten, sondern eine reibungslos funktionierende und integrierte Gesamtlösung, und somit die Summe aller Teile, bewerten. Deswegen sehe ich im Bereich kooperative Geschäftsmodelle die größte Chance für den IT-Mittelstand, gemeinsam und langfristig an einer positiven Marktentwicklung zu partizipieren.

 

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft (KIW) unterstützt aktiv die Bildung von Software Konsortien. Mit verschiedenen Angeboten werden interessierte IT-Unternehmen an der Stelle des Prozesses abgeholt, an der sie sich befinden – sei es am Anfang bei der Suche nach Partnern oder etwa schon in einem funktionierenden Konsortium, welches vielleicht nach neuen Innovationen sucht. Von Matchingangeboten, über Unterstützung beim Aufsetzen von Kooperationsverträgen zu Schnittstellen oder Technologie Foresight ist für jedes Unternehmen etwas dabei. Dank der Förderinitiative „Mittelstand Digital“ des Bundeswirtschaftsministeriums sind all unsere Angebote kostenfrei. Kommen Sie auf uns zu und sprechen Sie uns an!

kontakt@itwirtschaft.de 030 2260 5006

Dana Muth Keine Kommentare

Besuchen Sie uns auf der ITLS – Mitteldeutsche Messe für Digitalisierung am 28. März

Die digitale Welt netzwerkt in Thüringen. 30 hochkarätige Referenten zu Gast in der Landeshauptstadt.

Besuchen Sie BITMi und das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft auf der Begleitausstellung.

6 Wochen vor der 4. Ausgabe der #ITLS, der interaktiven Fachmesse für Digitalisierung in Mitteldeutschland am 28. März 2019 in Erfurt, geben die Veranstalter das begleitende Rahmenprogramm bekannt. 30 hochkarätige Referenten hat der Messebeirat aktuell verpflichten können, um den begleitenden Kongress möglichst praxisnah und anwenderorientiert zu gestalten. Über Best-Practice-Fallbeispiele erhalten die Fachbesucher aus Wirtschaft und Verwaltung Zugang zu den Herausforderungen der Digitalisierung sowie effizienten Lösungsansätzen.

 

Wettbewerbsvorteile durch Digitalisierung

„Ein Jahr nach Inkrafttreten der DSGVO hat sich in den verschiedensten unternehmerischen Bereichen viel Bewegung gezeigt: Prozessabläufe wurden verändert, digitale Workflows unter dem Aspekt der Datensicherheit verschlankt und optimiert.“, erklärt Tilo Müller, Geschäftsführer Bechtle IT-Systemhaus und Vorstand des ITnet Thüringen e.V. „Die Digitalisierung bietet uns unglaubliches Potential, wenn wir sie gezielt einsetzen. Ein Erfahrungsaustausch, wie er hier im Rahmen der #ITLS stattfindet, bildet für alle Teilnehmer den perfekten Rahmen für ein digitales Update und Fundament für intelligentes Networking.“

 

Drei Vortragsbereiche und ein Spezialthema

Der direkte Austausch IT-Anbieter-IT-Anwender steht im Fokus der Veranstaltung; der Netzwerkgedanke soll aktiv gelebt werden. Um das Matching Anwender-Anbieter perfekt zu inszenieren, untergliedern sich die Vortragsreihen und Diskussionsrunden in die Themenschwerpunkte „Produktion & digitale Prozesse“, „Handel & Vertrieb“ und „E-Government & Verwaltung“. Die Teilnehmer profitieren so von Kompetenzen in den für Sie maßgeschneiderten Segmenten. „Mit der richtigen Motivation und Software stimmen Kennzahlen und Zukunftsausrichtung des Betriebs“, weiß auch Roberto Schmidt, Digital Coach im Thüringer Handwerk. In Kooperation mit den Handwerkskammern Erfurt und Südthüringen präsentiert die #ITLS die Vorzüge der Digitalisierung sowie dessen Umsetzungs- und Fördermöglichkeiten im Handwerk. Zu diesem Spezialthema betreibt das Handwerk einen eigenen Ausstellungsbereich und bietet sechs Anwenderworkshops zwischen 10 und 15 Uhr an. Mitwirkende Projekt-Mitgliedsbetriebe erhalten kostenfeien Eintritt zur Fachmesse. Ergänzend stellt die Thüringer Aufbaubank ihr eigens hierzu entwickeltes Förderprogramm „Digital Bonus“ für Thüringer Handwerksbetriebe vor.

 

Intelligente Produktion und Augmented Reality

Künstliche Intelligenz und Automatisierung sollen die Performance der Produktionsprozesse steigern, Kapazitätsengpässen entgegenwirken und Wertschöpfungsprozesse nachhaltig stärken. Der Einsatz von Digitaltechnologien verwirklicht den Ansatz des Lean Managements und offeriert Potentiale in vertikaler, horizontaler und diagonaler Vernetzung. Die #ITLS präsentiert die Möglichkeiten intelligenter IT-Architektur, zeigt Erfolgsbeispiele implementierter Assistenzlösungen auf und belegt den steigenden Stellenwert  von AR-(Augmented Reality) und VR-(Virtual Reality)-Technologien auch außerhalb der Entertainment-Branche. Die Sonderausstellung „Neue Dimensionen – die Zukunft ist 3D“ der Firma rooom AG arrangiert den konkreten Übergang in virtuelle 3D-Welten mit und ohne VR-Brille.

 

Open-Source-Preis auf 15.000 Euro dotiert

Erstmals verleiht das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft gemeinsam mit dem ITnet Thüringen den Open-Source-Preis. Der auf 15.000 € Preisgeld bezifferte Award richtet sich an Unternehmen mit Sitz in Thüringen, welche Open Content, Open-Source-Hardware und Open Access Lösungen anbieten. Die Klassifizierung wird absichtlich weitläufig gehalten. Nominierungen für das beste Digitalkonzept 2019 können Unternehmer noch bis zum 28.2. online unter www.itnet-thueringen.de einreichen.

 

Bewegung Software Craftsmanship

Software Craftsmanship, zu deutsch „Software-Handwerkskunst“, ist ein aktueller Trend in der Softwareentwicklung, der als Ziel verfolgt, das Entwickeln von Software verstärkt als Handwerk statt als Ingenieurdisziplin zu interpretieren sowie die Arbeitsweise und Wahrnehmung des Berufsstandes unter schöpferischen Aspekten zu beleuchten. Die Bewegung beruht auf vier Prinzipien: Clean Code, Übung, lebenslanges Lernen und voneinander lernen. In einer Plenumsdiskussion um Software Crafter Benjamin Nothdurft, Technical Lead für Cloud Technologien bei der codecentric AG und Gründer der „Softwerkskammer Thüringen“, zeigt die #ITLS Ursprung, Abriss der Entwicklungshistorie, aktuellen Status sowie alle Formen der Partizipation auf.

 

Recruitment und Know-how-Plattform

Als Netzwerktreffpunkt exzellenter IT-Fachkräfte versteht sich die #ITLS auch als Schauplatz für Bewerber und Unternehmen, die sich vor Ort kennenlernen und Profile austauschen möchten. Aufgrund der hohen Nachfrage wird die IT- Jobbörse 2019 erweitert um ein sogenanntes „Speed Dating“, welches auf die gezielte Zusammenkunft von IT-Nachfragern und Dienstleistern abzielt. Die Thüringer Agentur für Kreativwirtschaft vermittelt hierzu 20-minütige Impulsgespräche zwischen Dienstleistern und potentiellen Kunden. Interessenten an beiden Job-Formaten können das IT-Profil- und Wissensmanagement der Bewerber vor Ort ausschöpfen. Die Transfer-Plattform unterstreicht den interaktiven Charakter der Veranstaltung.

 

Über die #ITLS

Seit 2016 findet die Mitteldeutsche Messe für Digitalisierung unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Tiefensee im jährlichen Turnus in Erfurt statt. Die B2B-Messe versteht sich als IT-Branchentreffpunkt für führende Dienstleistungsunternehmen, Entscheider und Trendsetter aus den Bereichen Handel, Dienstleistung, Logistik, Verkehr, Industrie, Produktion, Handwerk, Bau und Behörden, Kommunen und Verwaltungen, Bildungseinrichtungen, Politik und Verwaltung, Verbänden und Kammern. Die Veranstaltung mit begleitendem Kongress findet am 28.03.2019 im Parksaal der Arena Erfurt, im Steigerwaldstadion, statt. Ideeller Träger ist das ITnet Thüringen, Veranstalter seit 2018 die Mediengruppe Thüringen.

 

 

Zahlen, Daten, Fakten

Termin: 28. März 2019, 9-18 Uhr

Ort: Arena Erfurt

Veranstalter: Mediengruppe Thüringen Verlag GmbH

Ideeller Partner: ITnet Thüringen e.V.

Schirmherr: Wolfgang Tiefensee, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Aussteller: 80 (2018: 70)

Fachbesucher: ca. 1.000

Eintritt: 15 €

(kostenfrei für Studenten, nach Vorlage des Studentenausweises und für kommunale Vertreter)

Registrierung vorab online erbeten unter: www.it-leistungsschau.de/Besucher/Besucheranmeldung

Dana Muth Keine Kommentare

BITMi-Mitglied CANCOM Pironet: C5-testierte Cloud Services schaffen Sicherheit!

„Noch eine neue Sicherheitsnorm – muss das sein?“, wird vielleicht mancher fragen. Die Antwort lautet eindeutig „Ja“, denn als Verfasser zeichnet das renommierte Bundesamt für Sicherheitstechnik in der Informationstechnik (BSI) verantwortlich. Der C5-Prüfkatalog – C5 steht für Cloud Computing Compliance Controls Catalogue – ist überaus anspruchsvoll und wurde speziell auf Cloud Provider ausgerichtet. CANCOM Pironet ist nun als erster deutscher Multi Cloud Provider aus dem Mittelstand erfolgreich testiert worden. BSI-Präsident Arne Schönbohm erklärt dazu: „Der C5-Anforderungskatalog ist zum Branchen-Standard für eine sichere Cloud geworden. Wir freuen uns, dass nun auch aus der deutschen IT-Industrie sichere Cloud-Angebote auf dem Markt vorhanden sind, die diese Anforderungen erfüllen.“ Mehr Infos hier.

Mehr Infos zum C5-Testat auf der Website des BSI: Anforderungskatalog Cloud Computing (C5) unter www.bsi.bund.de/c5

Mehr Infos zum C5-Testat von CANCOM Pironet: Pressemitteilung vom 28.08.2018

Dana Muth Keine Kommentare

BITMi-Netzwerkabend: Die Startups stellen sich vor

Wir laden Sie herzlich zum BITMi-Netzwerkabend am 20.03.2019 nach Regensburg ein! Im Mittelpunkt des Abends steht das Zusammentreffen des IT-Mittelstands mit digitalen Startups. Gemeinsam mit dem Bayerischen IT-Sicherheitscluster e.V. und der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) hat der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) fünf Startups zusammengetragen, die in der Speed-Pitch Session ihre Innovationen Geschäftsmodelle vorstellen!

Das vollständige Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen und Best-Practices aus dem IT-Mittelstand finden Sie in unserer Mediathek.

Zur Anmeldung gelangen Sie hier: www.eveeno.com/BITMI-Netzwerkabend

Hier erhalten Sie schon mal einen Vorgeschmack auf die Ideen und Innovationen der Gründer:

 

Decondia (Flovision GmbH)

Der deutschen IT gehen die Talente aus. Aus dieser drastischen Situation heraus begann Decondia für den Mittelstand nachhaltige Offshore Entwicklungszentren aufzubauen. Dazu gewährleisten Experten vor Ort in Deutschland den Übergang in die globale New Work World. Sie wollen erst einmal Fuß fassen in der neuen Welt? Decondia’s Ideenschmiede Startup Creator ermöglicht das digitale Sprungbrett und weit mehr.

 

staffboard UG

staffboard

staffboard ist eine digitale Lösung für strategisches Personalmanagement und Organisationsentwicklung. Mit staffboard adressieren wir die HR Bedürfnisse von Startups, KMU, Digital- und Innovationsabteilungen größerer Unternehmen und Konzerne sowie Non-Profit-Organisationen. Wir bündeln Funktionalitäten rund um Recruiting & Bewerbermanagement, Mitarbeiter-Stammdaten & Digitale Personalakte sowie weitere HR Kernprozesse datenschutzkonform und skalierbar auf einer Plattform. staffboard – DIE Software für HR Gestalter!

 

Crashtest Security

Crashtest Security ist ein Münchner IT-Sicherheitsunternehmen, welches durch automatisierte Schwachstellenanalysen Firmen einen kontinuierlichen Schutz gegen Cyberkriminalität bietet.

Wir bieten einen Black-Box Pentest, welcher sich in deinen agilen CI/CD Prozess integriert und dort vor jedem Deployment vollautomatisch einen Test auf die OWASP Top 10 Schwachstellen durchführt.

 

Nexis GmbH

Die Nexis GmbH ist Vorreiter und führender Anbieter von innovativer Berechtigungsanalyse- und Rollenmodellierungssoftware. Für uns als universitäre Ausgründung sind vor allem eine fundierte Methodik, hohe Benutzerfreundlichkeit und das intelligente Verbinden von technischen Lösungsansätzen mit fachlichen Bedürfnissen von Endbenutzern zentrale Werte.

 

Userlane

Jeder Mensch kann jede Software sofort bedienen.

Machen Sie Mitarbeitern und Kunden das Leben einfacher. Mit einer Hilfestellung, die sie in Echtzeit bei jedem Schritt unterstützt – wie ein persönlicher Assistent.

Lisa Ehrentraut Keine Kommentare

Zertifikatskurs zum E-Business-Manager: Weiterbildung ist eine lohnende Investition für die Digitalisierung!

Die Digitalisierung rückt das Thema Weiterbildung mehr und mehr in den Fokus: „Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen will 2019 laut einer Studie die Investitionen in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter steigern. Die Digitalisierung und ein besseres Employer Branding sind Treiber für diese Entwicklung.“ sagt Prof. Dr. Tobias Kollmann von der Universität Duisburg-Essen. Am 02.03.2019 ist vor diesem Hintergrund wieder Anmeldeschluss für den nächsten Durchgang vom seinem Zertifikatskurs zum „E-Business-Manager“ (Start: 16.03.2019) und schon über 140 erfolgreiche Absolventen waren über diese berufsbegleitende Weiterbildung begeistert. „Wir wollen mit unserem berufsbegleitenden Fernstudium zum E-Business-Manager eine Lösung hierfür bieten, damit in Zukunft der Dreiklang aus Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Digitalkompetenz für jeden Arbeitnehmer selbstverständlich wird.“ so der anerkannte Internet-Experte. Hier die Rahmendaten:

Weiterbildung zum E-Business-Manager an der Universität Duisburg-Essen

Das berufsbegleitende Fernstudium für die Digitale Wirtschaft

Kursbeginn: 16.03.2019   

Anmeldefrist: 02.03.2019

Kursprüfung: 15.06.2019

Mit der Teilnahme am Zertifikatskurs zum E-Business-Manager gehen die Teilnehmer den ersten Schritt, um sich das notwendige Wissen im E-Business anzueignen und sich selbst und Ihr Unternehmen damit fit zu machen für die eigene Zukunft in der Digitalen Wirtschaft. Die Inhalte werden die Teilnehmer in die Lage versetzen, nicht nur mitzureden und mitzugestalten, sondern auch die Initiative zu ergreifen, um neue Wege für die elektronischen Geschäftsmodelle und -prozesse zu gehen. Es geht vor diesem Hintergrund um die Frage, wie elektronische Mehrwerte in den Bereichen Einkauf (E-Procurement), Verkauf (E-Shop) und Handel (E-Marketplace) erzeugt und aufgebaut werden.

Alle Informationen und eine Möglichkeit für die Online-Anmeldung zum Kurs finden sich hier: www.e-business-manager.de

Dana Muth Keine Kommentare

BITMi-Mitglied FibuNet unterstützt neue Schnittstellentechnologie REST

Ab FibuNet-Version 5 r1145 unterstützt FibuNet die Schnittstellentechnologie REST. Der FibuNet-REST-Server stellt dafür einen Webservice zur Verfügung, mit dem FibuNet Daten über dafür vorgesehene, gängige Formate ausgetauscht werden können. REST ist ein webfähiges Verfahren ähnlich wie zum Beispiel SOAP, WSDL und RPC. Anders als die FibuNet COM-Schnittstelle funktioniert FibuNet REST für den zugreifenden Client unabhängig vom Betriebssystem. Der Zugriff erfolgt nur mit Authentifizierung gesichert über das Internet-Protokoll HTTPS. Der Zugriff auf Daten sowie deren Transfer und Einspielung kann dadurch weitgehend unabhängig von der vorhandenen Systemumgebung erfolgen.

Für die Nutzung von REST ist die FibuNet-Version 5 ab r1145 erforderlich.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an: techsupport@fibunet.de

 

Dana Muth Keine Kommentare

BITMi-Mitglied match.IT: IT-Markt in Bewegung

Konsolidierung und Digitalisierung treiben M&A im IT-Sektor

Es vergeht kaum eine Woche ohne neue Ankündigungen über Käufe und Verkäufe im IT-Markt. In Deutschland betrifft dies insbesondere den deutschen IT-Mittelstand mit seinen knapp 10.000 Unternehmen im Bereich von 10 bis 500 Mitarbeitern. Mit der Konsolidierung und der Digitalisierung treiben hier zwei sich überlagernde und verstärkende Trends die M&A-Aktivitäten (Merger & Acquisition).

Konsolidierung weit fortgeschritten

Die Konsolidierung ist im deutschen IT-Markt mittlerweile bereits weit fortgeschritten. Dominierende Marktplayer wie etwa itelligence, all for one steeb, msg oder Allgeier im Segment der SAP-Dienstleister oder Bechtle, DATAGROUP, Cancom im Segment der Systemhäuser haben in den letzten Jahren konsequent hinzugekauft, um ihre Marktpositionen weiter zu stärken. Gleichzeitig sind viele Eigentümer mittelständischer IT-Unternehmen auf der Suche nach Nachfolgern und Investoren. Häufig haben sie ihre Unternehmen in den 80er und 90er Jahren gegründet und denken nun als Best-Ager langsam über Exit-Szenarien nach. Getrieben wird dieser Prozess durch den steigenden Margendruck auf klassische IT-Dienstleistungen und die stetig wachsenden Investitionsbedarfe bei immer kürzeren Innovationszyklen. Dabei wird für den digitalen Mittelstand der Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Finanzierungsmöglichkeiten zunehmend zum Engpass und zur Wachstumsbremse. So sind in den letzten Jahren schon eine ganze Reihe bekannter Namen aus dem IT-Markt verschwunden.

In der Konsequenz suchen die Eigentümer immer häufiger die Anbindung an einen größeren strategischen Partner bzw. Investor. So kann man sein Unternehmen an ein größeres andocken und dessen Infrastruktur und Vertriebswege nutzen, ohne direkt seine mittelständische Flexibilität zu verlieren. Der Gründer bleibt meist noch für eine längere Übergangsphase an Bord und kann dann sein Lebenswerk schrittweise als Bestandteil einer größeren Unternehmung in einen sicheren Hafen bringen. Ein solcher vergleichsweise sanfter Übergang wird zumeist auch von den Investoren geschätzt, weil damit das Risiko eines harten Schnitts beim direkten Abgang des Gründers vermieden werden kann. So ist ein wesentliches Ziel bei Transaktionen im IT-Sektor, die bestehende Mannschaft mit ihrer digitalen Kompetenz an Bord zu halten, um dadurch die Kontinuität im Geschäftsablauf zu wahren. Hier kann ein intensives Integrationsmanagement zur Bindung der Mitarbeiter beitragen und variable Preismodelle, ein sogenannter Earn-Out, die noch im Unternehmen verbleibenden Gründer im Sinne der Investoren motivieren.

M&A als Turbo für die Digitalisierung

Im Hinblick auf die Konsolidierung im Markt und die anstehende Nachfolgewelle sind viele Eigentümer mittelständischer IT-Unternehmen in der Defensive und gut beraten, rechtzeitig den Prozess zur Nachfolgeplanung und Investorensuche anzugehen.

Dem gegenüber stehen aber auch vielfältige Chancen, die sich für IT-Unternehmen aus der jetzt anlaufenden Welle der digitalen Transformation ergeben. So steht die Digitalisierung mittlerweile branchenübergreifend auf der Agenda aller Unternehmen und führt zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach qualifizierten IT-Dienstleistungen. Neben den klassischen IT-Services werden dabei immer mehr auch Beiträge zur Gestaltung innovativer Geschäftsmodelle gefordert. Bei aller Digitalisierungseuphorie wird es hier für viele kleine und mittelgroße IT-Unternehmen zunehmend schwer mitzuhalten und ihre Teams und Geschäftsmodelle auf die neuen digitalen Schwerpunkte auszurichten. So ist die Digitalisierung auf keinen Fall ein Selbstläufer für mittelständische IT-Unternehmen. Dennoch steht fest, dass sich die steigende Nachfrage nach digitalen Services unmittelbar auch auf die Nachfrage am M&A-Markt im IT-Sektor auswirkt.

Eine aktuelle Studie von Accenture Strategy (Quelle: https://www.accenture.com/de-de/insight-tech-led-mergers-acquisitions) zeigt auf, dass mittlerweile sehr viele große Unternehmen unterschiedlicher Branchen verstärkt auf Fusionen und Übernahmen setzen, um digitale Fähigkeiten hinzuzugewinnen. Hierzu  wurden 1.100 C-Suite Executives aus 13 Branchen in 7 Ländern befragt. Mit digitalen Technologien, die für neues Unternehmenswachstum sorgen, ergänzen sie ihr digitales Wachstum aus eigener Kraft mithilfe von Zukäufen. So verdrängt die Nachfrage nach digitalen Fähigkeiten aktuell immer mehr die früheren, klassischen Gründe für das Vorantreiben von M&A.

Für mittelständische IT-Unternehmen, die sich rechtzeitig für die anstehende Digitalisierung aufgestellt haben und gleichzeitig auf der Suche nach einem Investor sind, bedeutet das beste Voraussetzungen im Hinblick auf einen möglichen Firmenverkauf. So ist mittlerweile im IT-Markt eine breite Anzahl von unterschiedlichen Investorentypen aktiv. Das reicht von den klassischen strategischen Playern und Konsolidierern, über Finanzinvestoren bis hin zu internationalen Investoren und vor allem auch zunehmend traditionellen Non-IT Unternehmen aus allen Branchen. Große Technologie-Unternehmen wie beispielsweise Siemens und Bosch, aber auch die Automobilbauer entwickeln sich durch massive Zukäufe sukzessive zu IT- und Software-Dienstleistern. Gleichzeitig sind Unternehmen aus vielfältigen anderen Branchen von der Finanzindustrie bis zur Agrarwirtschaft mittlerweile auch auf der Suche nach attraktiven Zielunternehmen im IT-Sektor. Galt IT noch in der jüngeren Vergangenheit als Objekt für das Outsourcing, so wird jetzt mit zunehmendem Grad der digitalen Wertschöpfung die IT wieder verstärkt als Kernkompetenz betrachtet, die es wieder ins Unternehmen zurück zu holen gilt.

Und dieser Trend wird die nächsten Jahre noch deutlich anhalten. Spricht man beim Personalmarkt im IT-Sektor lange schon vom „War for Talents“, so hat auch hier schon längst der Kampf um den Zukauf attraktiver digitaler Unternehmen begonnen. Für gut aufgestellte IT-Unternehmen hat sich der M&A-Markt hier eindeutig zum Verkäufermarkt gewandelt.

M&A-Erfolg im IT-Markt kein Selbstläufer

Trotz aller Dynamik und Nachfrage am IT-Markt ist sowohl für Eigentümer als auch für Investoren der M&A-Erfolg nicht unbedingt automatisch vorprogrammiert.

So gilt es für Eigentümer, den Prozess der Investorensuche sauber vorzubereiten. Dazu gehören die richtige Positionierung des eigenen Unternehmens, das Festlegen des idealen Zielinvestors und die Story, mit der man an den M&A-Markt geht sowie ein überzeugender Business Plan, der die eigene Story auch in belastbaren Zahlen ausdrückt. Gerade das Beherrschen des eigenen Zahlenwerks ist in der Kommunikation mit den Investoren überaus wichtig. Und da es sich beim Verkaufsprozess für die meisten Eigentümer um eine so genannte  „Once in a lifetime“-Aktivität handelt, sollte auch frühzeitig ein Team aus qualifizierten externen Partnern wie Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sowie Rechtsanwalt und M&A-Berater mit einbezogen werden.

Für die Investoren selbst wird die Suche nach interessanten Zielunternehmen im IT-Markt immer wettbewerbsintensiver. Hier kann nur ein strategischer Ansatz zum Ziel führen. Das rein opportunistische Warten auf im Markt verfügbare Verkaufsangebote führt nur noch selten zum Erfolg. Bekommt man ein interessantes Unternehmens-Exposé auf den Schreibtisch, so kann man getrost davon ausgehen, dass parallel noch eine ganze Reihe weiterer Investoren an dem Fall dran sind. Deshalb bedarf es einer klaren Definition, welche Zielunternehmen im Hinblick auf die eigene Wachstumsstrategie frühzeitig aktiv angesprochen werden sollen und einer überzeugenden Story, die das eigene Unternehmen als idealen Investor für das Zielunternehmen positioniert. Nur so kann man sich als Investor einen Vorsprung im Rennen um interessante Targets im IT-Markt erarbeiten.

M&A im IT-Sektor gehorcht eigenen Gesetzen

Im Vergleich zum klassischen M&A-Ansatz gibt es im IT-Markt zahlreiche Besonderheiten zu beachten, die für eine erfolgreiche Transaktion wichtig sind. Dies beginnt schon damit, dass IT-Unternehmen mit Software und Services im Wesentlichen virtuelle Güter vermarkten, die sich einer reinen Bewertung im Hinblick auf ihre Substanzwerte entziehen. Deshalb stehen für die Bewertung solche Verfahren im Vordergrund, die auf den Zukunftswerten des Business Plans (z.B. Discounted Cash Flow (DCF) und Ertragswertverfahren) oder auf marktbezogenen Vergleichsverfahren (z.B. Multiples aus vergleichbaren Transaktionen oder vergleichbaren börsennotierten Unternehmen) aufsetzen.

Dabei gilt ein errechneter numerischer Unternehmenswert zunächst einmal als erster Anhaltspunkt, der im Rahmen einer 360-Grad-Betrachtung auf die spezifischen Besonderheiten des IT-Marktes zu gewichten ist. Zu einer solchen 360-Grad-Betrachtung gehören als Faktoren das Geschäftsmodell, die Geschäftsentwicklung, die Organisation und das Team, die technische Plattform und die Bilanzstruktur. Wichtig dabei ist die Stabilität und Wachstumsfähigkeit des Unternehmens. So werden beispielsweise der hohe Anteil wiederkehrender Umsätze und die Skalierbarkeit in Software-as-a-Service (SaaS)-Geschäftsmodellen von Investoren entsprechend hoch bewertet. Und auch der aufgesetzte M&A-Prozess selbst (professioneller Prozess mit externer Beratung, Ausschreibung mit mehreren Interessenten sowie nachvollziehbaren Kauf- und Verkaufsmotivationen) ist ein Einflussfaktor für den Unternehmenswert. Schließlich sind dann auch noch die identifizierten Risiken für die Bewertung heranzuziehen. Beispiele hierfür sind die Fokussierung auf nur wenige Kunden (Klumpenrisiko), unklare IP-Verhältnisse z.B. im Kontext der Verwendung von Open Source, ein möglicher Investitionsstau bei der technischen Plattform und Infrastruktur, das Risiko von Scheinselbständigkeit beim Einsatz von Freelancern sowie Sonderaspekte in der Bilanz wie z.B. Pensionszusagen, Rückstellungen und Gesellschafterkredite oder auch eine lückenhafte Unternehmensdokumentation und laufende Rechtsstreitigkeiten oder unklare Eigentümerverhältnisse. So werden die 360-Grad-Betrachtung und die identifizierten Risikofaktoren im Zuge der sogenannten Due Diligence weiter vertieft und bilden den wesentlichen Input für die abschließende Preisverhandlung. Daher ist sowohl für die Eigentümer als auch für die Investoren die Kenntnis der typischen Werttreiber von IT-Unternehmen und das Herausarbeiten der spezifischen Ausprägungen des betroffenen Unternehmens entscheidend für eine erfolgreiche Preisverhandlung.

Der Faktor Mensch entscheidet

Sind bei einer Transaktion eines IT-Unternehmens eine Vielzahl betriebswirtschaftlicher, juristischer und technischer Fragestellungen zu klären, so entscheidet doch letztendlich immer der Faktor Mensch.

Dies beginnt schon bei der ersten Kontaktaufnahme mit möglichen Zielunternehmen. Angesichts vieler Anfragen aus dem Markt gibt es hier für die Ansprache des Eigentümers häufig nur ein recht kleines Zeitfenster, um ihn für das Anliegen des Investors zu interessieren. Eine überzeugende und auf das Zielunternehmen ausgerichtete Story des Investors trennt hier schnell die Spreu vom Weizen. Und auch die erste persönliche Begegnung spielt häufig eine entscheidende Rolle. Trifft hier der Vorstand des Investors im teuren Zwirn auf den IT-Gründer im Hoody, so prallen die Kulturen nicht nur optisch aufeinander. Doch häufig ist ja genau dieser Kulturtransfer gewünscht und muss daher auch entsprechend gut „gemanaged“ werden. Denn viele traditionelle Unternehmen brauchen diese „Frischblutzufuhr“ durch kleine, agile, digitale Unternehmen. Deshalb ist von Anfang an zwischen Investor und Eigentümer eine offene Kommunikation auf Augenhöhe zu empfehlen. Passiert die Ansprache durch den Investor zu sehr von oben herab, kann der Dialog recht schnell ein Ende finden. Denn kleine, digitale Unternehmen sind heute mehr denn je überaus selbstbewusst und wollen sich ihren Investor quasi mitaussuchen. Gleiches gilt auch, wenn die Entscheidungsprozesse seitens des Investors zu administrativ und wenig transparent sind oder einfach viel zu lange dauern.

Wesentlich für die erfolgreiche Akquisition digitaler Unternehmen ist die Entwicklung einer gemeinsamen Vision und eines überzeugenden Integrationskonzeptes bereits in der frühen Phase der M&A-Transaktion. Ein überzeugendes Integrationskonzept bedeutet dabei nicht unbedingt, das digitale Unternehmen möglichst schnell als Abteilung in das eigene Unternehmen einzubinden. Gerade dies kann häufig kontraproduktiv wirken. So besteht die Gefahr, dass das zarte Pflänzchen der neuen agilen und digitalen Kultur alsbald von der bestehenden Organisation „platt gemacht wird“. In der Folge verlassen dann die „zugekauften“ IT-Experten das kaufende Unternehmen wieder mit dem Effekt, dass viel Wert vernichtet wird. Daher sind intelligente Integrationskonzepte gefordert. Oft ist es sinnvoll, das neue Unternehmen mit bestehendem Brand weiterhin als eigenständige Einheit zu führen und schrittweise die Kooperation mit dem eigenen Unternehmen aufzusetzen. In vielen Fällen ist es zudem sinnvoll, dass das zugekaufte Unternehmen weiterhin Drittmarktgeschäft am Markt anbietet. Dies hilft zum einen bei der Mitarbeiterbindung, weil die Beschäftigten dann noch weitere Einsatzoptionen haben. Gleichzeitig können dadurch auch weiterhin externe Innovationsimpulse aus dem Markt gewonnen werden.

Eine M&A-Transaktion ist immer ein Wagnis. Aber der Zeitpunkt ist günstig, um im IT-Sektor mit M&A aktiv zu werden. Immer mehr Unternehmen sehen jedenfalls die Chance, mit M&A als Turbo ihre digitale Agenda zu beschleunigen. Für viele Eigentümer von digitalen Unternehmen bietet das die Chance, einen passenden Investor zu finden und zwischen Konsolidierung und Digitalisierung ihr Unternehmen auf  Zukunftskurs zu bringen.

Über match.IT – M&A-Experten für den IT-Mittelstand

Die match.IT GmbH in Saarbrücken ist eine M&A-Beratung, die sich auf den mittelständischen IT-Markt im deutschsprachigen Raum spezialisiert hat. Der Großteil dieser mittelständischen IT-Unternehmen, welche jährliche Umsätze von fünf bis zwanzig Millionen Euro erzielen, steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Nachfolgeprobleme und zunehmender Konsolidierungsdruck im klassischen IT-Geschäft stehen dabei neue Wachstumschancen im Zuge der Digitalisierung gegenüber. match.IT unterstützt mittelständische IT-Unternehmen mit der richtigen Strategie, um weiteres Wachstum zu generieren und den Technologiewandel zu meistern oder bei Exit- und Nachfolgeplänen den passenden strategischen Investor zu finden. www.match-it.biz

Bild 1: Foto Ralf Heib

BU: Ralf Heib ist Geschäftsführer der match.IT GmbH, Saarbrücken

Dana Muth Keine Kommentare

BITMi-Mitglied Step Ahead veröffentlicht Digitalisierungsreport

IT-Branche ist Digitalisierungsvorreiter im Mittelstand

Germering, 22. Januar 2019 – Die IT-Branche ist Vorreiter in puncto Digitalisierung. Das ergab die heute veröffentlichte Studie zum Digitalisierungsgrad mittelständischer Unternehmen des Germeringer CRM- und ERP-Spezialisten Step Ahead AG. An der Online-Befragung „Digitalisierungs-Check“ (Januar bis November 2018) nahmen bisher 79 Unternehmen der DACH-Region teil, vor allem aus den Branchen IT, Technischer Handel / Maschinenhandel, Fertigung sowie Dienstleistung. Auf einer vierstufigen Skala von 1 (= „trifft nicht zu“) bis 4 (= „trifft zu“) weist das IT-Segment mit 2,6 den höchsten Digitalisierungsgrad auf. Es folgen die Dienstleistungsbranche (2,4), die Fertigungsbranche (2,2) und der Technische Handel / Maschinenhandel (2,1).

Beim Digitalisierungs-Check wurden vier Handlungsfelder der digitalen Transformation berücksichtigt: Angebot & Services, Prozesse & Organisation, Markt & Kunden sowie Firmenkultur & Mitarbeiter.

Gut auf Digitalisierung vorbereitet
Rund 60 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich gut oder eher gut für die Digitalisierung aufgestellt. Über eine klar definierte Digitalisierungsstrategie verfügen allerdings nur 18 Prozent der Unternehmen („trifft zu“). Rund die Hälfte der befragten Mittelständler erfassen ihre Kundenkorrespondenz vollständig oder zumindest zu gewissen Teilen digital, und bei knapp 60 Prozent erhalten die Kunden Informationen und Belege (Rechnungen, Lieferscheine etc.) zu den Produkten auch in digitaler Form. Allerdings gibt es branchenübergreifend noch Luft nach oben. So haben über 40 Prozent der Unternehmen kein festes jährliches Budget für die Digitalisierung eingeplant.

Auslagerung von IT-Betrieb und mobiles ERP noch Zukunftsthemen
Was die Auslagerung des IT-Betriebs betrifft, gibt es deutliches Optimierungspotential. Bislang hat nur etwa jedes zehnte Unternehmen seine IT vollständig outgesourct. „Damit zeigt sich, dass IT-Fachkräfte in den Unternehmen noch viel Zeit mit Administration und Aufrechterhaltung des IT-Betriebs verbringen“, sagt Wolfgang Reichenbach, Vorstand der Step Ahead AG. „Heute kommt es aber darauf an, strategisch zu denken und die IT als Wettbewerbsfaktor und Enabler neuer Business-Chancen in der digitalen Transformation von Unternehmen zu sehen.““

Aufholbedarf gibt es auch bei der Nutzung einer mobilen ERP-Lösung zur Erfassung von Zeit und Spesen für Außendienstmitarbeiter. Nur etwa ein Viertel der befragten Mittelständler stellen ihren Mitarbeitern eine vollständig mobile Lösung zur Verfügung – bei der IT-Branche sind es immerhin 38 Prozent.

IT-Branche investiert in Mitarbeiterqualifikation
Auch im Handlungsfeld Firmenkultur & Mitarbeiter sind IT-Unternehmen schon weiter als die Mittelständler der anderen Branchen. 84 Prozent geben an, dass ihre Mitarbeiter gut bzw. eher gut für ihre Digitalisierungsstrategie qualifiziert sind und gezielt dafür weitergebildet werden. Dagegen sind es beim Technischen Handel / Maschinenhandel knapp die Hälfte (47 Prozent) und in der Fertigungsbranche nur ein Drittel.
„Unsere Studie zeigt, dass die Unternehmen branchenübergreifend bei Weitem noch nicht die vollen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen“, erklärt Reichenbach. „Digitalisierung ist heute nicht mehr nur ein reines IT-Thema. Die digitale Transformation betrifft die gesamte Kundeninteraktion, jeden Unternehmensprozess, jeden Mitarbeiter und jedes Geschäftsmodell“, sagt Reichenbach weiter. Die Befragung wird derzeit fortgeführt, um Ende dieses Jahres weitere Schlussfolgerungen über die Entwicklung des Digitalisierungsgrads im Mittelstand zu treffen.

Der Gesamtreport zum Digitalisierungs-Check kann per E-Mail (marketing@stepahead.de) angefordert werden.

Dana Muth Keine Kommentare

Die Digital Talents, das Recruiting Festival der Digitalbranche, startet in Berlin

Am 07. Februar 2019 startet in Berlin zum ersten Mal die Digital Talents, die etwas andere Jobmesse für die Digitalszene. Ein Tag vollgepackt mit Workshops und einem spannenden Bühnenprogramm: Attraktive Unternehmen stellen sich auf der Bühne als zukünftiger Arbeitgeber vor, Experten diskutieren über New Work und Startup-Kultur und in Round Table Sessions lernen sich Bewerber und Unternehmen im persönlichen Austausch näher kennen.

Als Aussteller präsentieren Sie sich mit einem individuellen Markenauftritt und haben zusätzlich die Möglichkeit, einen Speaker-Slot zu buchen. Aber Achtung: Die Verfügbarkeit ist begrenzt, schnell sein lohnt sich!

Bei der Digital Talents erhalten Sie einen direkten Zugang und die Möglichkeit zum persönlichen Austausch zu Absolventen, Young Professionals, Techies und Digital Natives. Die Location Von Greifswald im Prenzlauer Berg bietet eine lockere Atmosphäre, perfekt geeignet zum Kennenlernen und Networken mit vielen spannenden Talenten und potenziellen Teammitgliedern. Insgesamt werden bis zu 1500 Besucher und rund 50 Aussteller erwartet.

Wenn Sie bei der Buchung BITMi erwähnen, erhalten Sie 30 Prozent auf alle Ausstellerpakete.
Laden Sie hier weitere Informationen herunter oder schicken Sie uns einfach direkt eine Anfrage.

Wir freuen uns auf einen spannenden Tag mit Ihnen!

DIGITAL TALENTS by BERLIN VALLEY
7. FEBRUAR 2019
10 – 19 Uhr
Von Greifswald, Berlin

http://digital-talents.berlin/aussteller

Lisa Ehrentraut Keine Kommentare

BITMi Mitglieder erfolgreich bei „Großer Preis des Mittelstands“

  • Bundesverband IT-Mittelstand nominiert erfolgreich Mitgliedsunternehmen
  • GRÜN Software AG gewinnt den Preis der Oskar-Patzelt-Stiftung
  • Pix Software GmbH unter den Finalisten

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) und seine Mitglieder schauen auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück. Unsere mittelständischen IT-Unternehmen sind gewachsen, haben neue Innovationen entwickelt und mit ihren Produkten und Services ganz entscheidend zur Digitalisierung bei sich und ihren Kunden beigetragen. Dabei macht es besonders stolz, wenn diese Leistung nicht nur im BITMi anerkannt, sondern auch von außen wahrgenommen wird.

Dr. Oliver Grün, CEO der GRÜN Software AG und Dirk Hönscheid, COO

Freude über Wertschätzung des Mittelstands

So sind zwei unserer Mitgliedsunternehmen im letzten Jahr von der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet worden. Zum ersten Mal gewann die GRÜN Software AG den Großen Preis des Mittelstands und die Pix Software GmbH war unter der exklusiven Auswahl der Finalisten für die Auszeichnung dabei. Beide Unternehmen freuen sich ebenfalls sehr über die damit verbundene Anerkennung. „Uns bedeutet der Preis sehr viel – er kommt vom Mittelstand für den Mittelstand. Es gibt unglaublich viele tolle Produkte aus dem Mittelstand, ganz viele Mittelständler sind Marktführer und oft weiß das keiner. Da ist es wichtig, dass Leistung ausgezeichnet und Sichtbarkeit geschaffen wird“, betont Dirk Hönscheid, COO der GRÜN Software AG. David-Andreas Bergens, Geschäftsführer der Pix Software GmbH, stimmt dem zu: „Der Große Preis des Mittelstands zeigt, dass auch der Mittelstand etwas kann – nicht nur die ganz Großen. Für uns ist es schön zu sehen, dass wir als wichtiges Unternehmen der Region wahrgenommen werden. Kompetenz gibt es auch aus Deutschland und auch hier auf dem Land. Das wird in der IT-Branche nicht immer so wahrgenommen.“

Kreativität gegen den Fachkräftemangel

Neben klassischen Kriterien wie Wachstum und Innovation bewertet der Große Preis des Mittelstands auch die Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie das Engagement der Unternehmen in der Region. Beide Punkte sind für die BITMi Mitglieder besonders wichtig. „Der Fachkräftemangel in der IT-Branche ist immens. Im Preiskampf mit den Konzernen können wir als Mittelständler nicht mithalten“, erklärt Dirk Hönscheid. Auch David-Andreas Bergens bestätigt: „Wir hätten gerne noch mehr Mitarbeiter und sind ständig auf der Suche. Unser Ansatz bei der Mitarbeitergewinnung ist es, ein optimales Umfeld zu schaffen. Bei uns gibt es beispielsweise ganz flexible Arbeitszeiten. Manchen ist das, gemeinsam mit der Wertschätzung und der Möglichkeit sich persönlich einzubringen wichtiger, als das höchste Gehalt.“ Um die richtigen Mitarbeiter zu finden, werden dabei auch unkonventionelle Wege gegangen. So unterstützt die GRÜN Software AG das Aachener Projekt SWITCH, welches es Hochschulabbrechern ermöglicht, als Quereinsteiger eine Ausbildung im IT-Bereich zu starten. „Damit haben wir schon einige fähige und motivierte Mitarbeiter gewonnen“, ergänzt der GRÜN COO. Beide Unternehmen übernehmen damit soziale Verantwortung als zuverlässige Arbeitgeber in ihrer Region.

David-Andread Bergens, Geschäftsführer der Pix Software GmbH und Simone Bergens, Head of Human Resources

IT-Mittelstand als Digitalisierer

Darüber hinaus ist beiden IT-Mittelständlern ihre Rolle als Digitalisierer durchaus bewusst. Sie verstehen sich als ganzheitlicher Digitalisierungspartner ihrer Kunden. „Digitalisieren heißt nicht, das, was man vorher auf Papier gemacht hat, jetzt digital zu machen! Es geht darum, Prozesse zu hinterfragen. Das Umdenken ist das Digitalisieren“, erklärt der Pix Geschäftsführer Bergens. Auch GRÜN COO Hönscheid betont: „Wir möchten die Prozesse des Kunden vollumfänglich verstehen und in allen Bereichen aufgreifen.“ Beiden geht es dabei nicht darum, bloß ein Fertigprodukt an den Mann zu bringen. „Das ist eine Masche der Großkonzerne. Die sagen ‚Hier ist mein Produkt, das kann alles. ’ Wir schauen aber zuerst auf die Probleme des Kunden und überlegen dann gemeinsam, womit man es angehen kann und wie unsere Produkte und Services zu einer Lösung beitragen. So muss sich nicht der Kunde verbiegen, um zu einem Standardprodukt zu passen. Der Kunde steht im Fokus und wir passen uns an“, erläutert Bergens. „Und das ist ein Trumpf des Mittelstands!“ ergänzt Hönscheid. „Wir kennen die Bedürfnisse unserer Kunden genau. Wir sind spezialisiert auf das, was sie brauchen und begegnen unseren Kunden auf Augenhöhe.“

Mit Innovation und Tradition zum Erfolg

Die Bedürfnisse des Kunden sind hierbei auch ein großer Antrieb für Innovationen. „Die Kunden erwarten immer mehr Automatisierung ihrer Prozesse und eine immer höhere Usability – und das zurecht. Für uns ist das ein Ansporn unsere Produkte immer besser zu machen und neue Möglichkeiten zu finden“, erklärt der GRÜN COO. „Dafür sind wir in einigen Forschungsprojekten von Bund und Ländern aktiv, nutzen aber auch die Innovationskraft unserer eigenen Mitarbeiter.“ Bei der Pix Software ist dafür sogar extra eine Innovationsmanagerin eingestellt worden. „Wir versuchen, außerhalb der gewohnten Bahnen zu denken, immer neue Anwendungsfelder zu finden und neue Technologien zu integrieren“, so Pix Geschäftsführer Bergens. „Doch um unsere Mitarbeiter besser einzubeziehen und ihre Kreativität zu nutzen, integrieren wir gerade ein Innovationssystem, damit Innovation angeregt und strukturiert aufgegriffen werden kann.“ Denn beiden Unternehmen ist klar: Ohne Innovation geht es nicht – erst recht nicht in der schnelllebigen IT-Branche. „Für uns als Mittelständler ist es wichtig, das richtige Verhältnis von Innovation und Tradition zu finden. Nur so können wir Erfolg haben!“ schließt Bergens ab.

 

Bis zum 30. Januar 2019 kann der BITMi seine Mitgliedsunternehmen noch für den Preis nominieren. Bei Interesse kommen Sie gerne auf uns zu! kontakt@bitmi.de 0241 18 90 558

 

Die Oskar-Patzelt-Stiftung zeichnet jährlich Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel, Handwerk und Gewerbe mit dem Großen Preis des Mittelstands aus. Kriterien sind dabei Gesamtentwicklung des Unternehmens, Schaffung/Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Modernisierung und Innovation, Engagement in der Region sowie Service und Kundennähe.