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Bianca Bockhoff Keine Kommentare

Was erwartet die Digitalwirtschaft in 2022? 8 Fragen an den IT-Mittelstand

In einer Blitzumfrage haben wir dem IT-Mittelstand acht Fragen zu seinen Erwartungen an das Jahr 2022 gestellt. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen zeigte sich mindestens moderat betroffen von der Coronapandemie. Auffällig hierbei ist jedoch, dass dies keinesfalls ein negatives Ergebnis ist. So gaben knapp 69% der mittelständischen Digitalunternehmen an, von der Pandemie und dem damit einhergehenden Digitalisierungsschub spürbar profitiert zu haben. Über 80% der Unternehmen rechnen dieses Jahr daher mit einer steigenden Umsatzentwicklung.

Entsprechend gehen auch rund 76% der Umfrageteilnehmerinnen und Unternehmer davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation der deutschen IT-Branche im Jahr 2022 verbessern wird.

Als Folge auf die erwartete positive Auftragslage im IT-Mittelstand werden als die größten anstehenden Herausforderungen der Fachkräftemangel sowie drohende Lieferengpässe gesehen. Eine unzureichende Infrastruktur und Beschränkungen aufgrund der Coronapandemie werden ebenfalls oft genannt.

In der Prognose 2022 wollten wir außerdem wissen, welche Digital-Trends nach Einschätzung unserer Mitgliedsunternehmen das neue Jahr bestimmen werden. Die Mehrheit sagte voraus, dass das Thema Homeoffice/Mobiles Arbeiten weiterhin eine Hauptrolle für die Digitalwirtschaft spielen wird. Unter den Top 5 der vorhergesagten Digital-Trends befinden sich zudem die Cloud, Prozessautomatisierung, IT-Sicherheit und Künstliche Intelligenz. Im Angesicht des Fachkräftemangels wird auch HR 2.0 immer mehr zum Thema.

Wir haben den IT-Mittelstand gefragt, was in seinen Augen das größte Hindernis der Digitalisierung sei. Auf Platz 1 der meist genannten Antworten landete mit einigem Abstand die Bürokratie. Eine unzureichende Infrastruktur und der ebenfalls bereits genannte Fachkräftemangel folgen auf Platz zwei und drei.  

Weitere häufig genannte Probleme sind die Angst vor Veränderung, mangelndes digitales Verständis bzw. Know How sowie die Datenschutzgrundverordnung.

Unsere befragten IT-Unternehmen geben zudem einige Tipps, womit Unternehmen, die in der Digitalisierung aktuell hinterherhinken, starten könnten, um aufzuholen. Als am wichtigsten befinden sie, dass bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Akzeptanz für die digitalen Vorhaben geschaffen wird, so dass im Unternehmen allgemein ein digitales Mindset gelebt werden kann. Auch halten sie es für relevant, zunächst die Ausgangslage zu analysieren und digitalisierbare Prozesse zu identifizieren. Zudem sei es ratsam, gleich zu Beginn Experten hinzuzuziehen.

Hier finden Sie die Erwartungen der Digitalwirtschaft für 2022 auf einen Blick.