Lisa Ehrentraut Keine Kommentare

Besser spät als nie – BITMi zur Datenstrategie

Aachen/Berlin, 11. Februar 2021 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt grundsätzlich die heute im Bundestag diskutierte Datenstrategie der Bundesregierung. Sie ist nach Auffassung des Verbands allerdings überfällig, weswegen nun schnelles Handeln erforderlich ist.

Ein wichtiger Aspekt aus BITMi Sicht ist die geplante Förderung des Datenteilens, welches laut Datenstrategie mit neuen Anreizsystemen unterstützt werden soll. Durch das Teilen der Daten werden Marktkonzentrationen durch Datenmonopole aufgebrochen und mehr Wettbewerb ermöglicht. „Gerade der digitale Mittelstand ist auf einen verbesserten Zugang zu Daten angewiesen“, erklärt BITMi Präsident Dr. Oliver Grün. „Nur so können sie in neuen Technologien wie Künstliche Intelligenz mithalten.“ Gleichzeitig ist zu beobachten, dass der Mittelstand selbst oft zurückhaltend ist, wenn es darum geht, eigene Daten zu teilen und Datenkooperationen einzugehen. „Datentreuhändermodelle können hier ein passendes Anreizmodell bieten“, findet Grün.

Darüber hinaus ist nun auch der Staat gefragt, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen und seinen nicht-personenbezogenen Datenschatz auch der Wirtschaft zugänglich zu machen, da diese Daten Innovationen beflügeln können. Die Vorschläge der Strategie, die Datenkompetenz im Mittelstand zu fördern, dadurch die Datenqualität zu heben und die Unternehmen das Potenzial der eigenen Daten erkennen zu lassen, sieht der BITMi erst einmal positiv. Voraussetzung dafür ist aber eine bürokratiearme und zeitnahe Umsetzung.

Entscheidend für den Erfolg der Datenstrategie ist zudem eine rasche und solide Umsetzung des vom BITMi unterstützten Dateninfrastrukturvorhabens GAIA-X. „Für unsere Innovationskraft und die digitale Souveränität in Europa kann GAIA-X als vernetzte, offene und sichere Dateninfrastruktur ein wichtiger Baustein sein“, betont BITMi Präsident Grün.

Lisa Ehrentraut Keine Kommentare

Echte Modernisierung des Patentrechts wagen und digitale Märkte stärken

Berlin/Bodenheim, 27. Januar 2021 – Die notwendige und geplante Modernisierung des Patentrechts wurde heute in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten. Im Mittelpunkt der Debatte steht die mit dem Regierungsentwurf vorgeschlagene Relativierung des Unterlassungsanspruchs. Diesbezüglich stehen sich vor allem in der Großindustrie ein befürwortendes und ein ablehnendes Lager gegenüber.

Tatsächlich krankt das aktuelle deutsche Patentrechtssystem jedoch vor allem an der Möglichkeit, auch zweifelhafte Patente von geringer Qualität effektiv durchzusetzen und an der ausufernden Patentierung softwarebezogener Lösungen.

Der vorliegende Gesetzesentwurfs zum 2. Patentrechtsmodernisierungsgesetz (2. PatMoG) geht Fehlsteuerungen nur halbherzig an. Die beiden Mittelstandsverbände Patentverein und Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßen die mit dem Entwurf angestrebte bessere Verzahnung und Synchronisierung von Verletzungs- und Nichtigkeitsverfahren, fordern aber darüber hinaus eine wirkungsvolle Modernisierung durch Regelaussetzung des Verletzungsprozesses und einen klaren Ausschluss von softwarebezogenen Patenten. Diese beiden Maßnahmen würden einen Großteil der problematischen Fälle bei der Durchsetzung von patentrechtlichen Unterlassungsansprüchen ausschließen und die Missbrauchsgefahr von Patenten entschärfen.

„Die neue Gesetzgebung muss der Trennung von zwei unabhängigen Gerichtsbarkeiten ein Ende setzen“, fordert Dr. Heiner Flocke, Vorstand des Patentvereins: „Der geplante Hinweisbeschluss durch das Patentgericht zur Validität eines Streitpatents sollte Zeitvorgaben genügen und im Verletzungsverfahren gewürdigt werden. Bei zweifelhafter Validität sollte die Aussetzung der Verletzungsentscheidung zum Regelfall gemacht werden, um eine Verurteilung auf Basis später widerrufener und damit rechtswidriger Patente zu verhindern.“

Aus Sicht der beiden Mittelstandsverbände bedarf jedoch nicht nur das Patentprozessrecht Reformen, sondern auch das materielle Patentrecht. In diesem Zusammenhang fordern die Verbände seit Jahren einen klaren Ausschluss softwarebezogener Patente und eine Schutzschirmklausel für die Softwarewirtschaft, die eine Durchsetzung bestehender Softwarepatente wirksam verhindert. Mit ihrer Stellungnahme geben sie dem Gesetzgeber auch diesbezüglich einen Regelungsentwurf an die Hand, der unmittelbar in den Regierungsentwurf aufgenommen werden kann.

Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi, ordnet die Gesetzgebungsinitiative wie folgt ein: „Wir fordern eine echte Modernisierung des Patentrechts, die sich von den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts löst. Das Patenrecht ist nicht für Software und digitale Märkte geschaffen. Die Softwarewirtschaft und Digitalisierung müssen durch eine lange überfällige Herausnahme von Software aus dem Patentrecht zu Gunsten des Urheberrechts und die Einführung einer Schutzschirmklausel für Software geschützt und gefördert werden. Mit der Schutzschirmklausel soll sichergestellt werden, dass ein Computerprogramm grundsätzlich weder direkt noch mittelbar Objekt eines patentrechtlichen Verbots sein kann. Die damit bewirkte eindeutige Zuordnung von Software zum Urheberrecht wird den IT-Mittelstand stärken und die Digitalisierung von Rechtsunsicherheit befreien.”

 

Hintergrundinformationen

Hier können Sie den Gesetzentwurf zum 2. PatMoG nachlesen:

Gesetzesentwurf 19/25821 https://dserver.bundestag.de/btd/19/258/1925821.pdf

 

Hier finden Sie die erste gemeinsame Stellungnahme von BITMi und Patentverein:

https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/200922-Stellungnahme-Patentrecht-BITMi-Patentverein.pdf

Lisa Ehrentraut Keine Kommentare

BITMi zur GWB-Novelle

Aachen/Berlin, 14.01.2021 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt die Reform des Wettbewerbsrechts durch die heute im Bundestag verabschiedete GWB-Novelle.

Dazu sagt Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi:

„Es wurde höchste Zeit für ein Wettbewerbsrecht, das zu unserer digitalen Welt passt. Die GWB-Novelle enthält wichtige Neuerungen, die vor allem den starken deutschen Mittelstand weiter unterstützen. Dazu gehört die Rechtswegverkürzung, die verhindert, dass große Digitalkonzerne während jahrelanger Rechtsstreits über ihre Marktmacht diese weiterhin missbrauchen. Die leidtragenden kleinen und mittelständischen Unternehmen bleiben dabei oftmals auf der Strecke.

Zudem wurde die zweite Inlandsumsatzschwelle der Fusionskontrolle auf 17,5 Millionen Euro Umsatz angehoben. Kleinere Fusionen des Mittelstands werden somit vereinfacht.

Dennoch bleibt bei allen positiven Entwicklungen der Gesetzesnovelle die Kritik am nationalen Alleingang. Für uns ist unverständlich, warum hier nicht ein europäischer Weg verfolgt wird. Einheitliche Regelungen der EU sind der Schlüssel für eine erfolgreiche digitale Zukunft Europas.“

Bianca Bockhoff Keine Kommentare

BITMi sieht weiter Änderungsbedarf an TKG-Novelle

Aachen/Berlin, 17. Dezember 2020 – Das Bundeskabinett hat gestern den Entwurf eines Telekommunikationsmodernisierungsgesetzes („TKG-Novelle“) verabschiedet. Aus Sicht des IT-Mittelstands besteht hierbei aber noch erheblicher Änderungsbedarf.

Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), kritisiert den Beschluss: „Durch den Rückstand beim Breitbandausbau geraten mittelständische Digitalunternehmen im internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen. Hier lässt der Beschluss geeignete Maßnahmen weiterhin vermissen“. Im November hatte sich der BITMi im Rahmen der Verbändeanhörung zum damaligen Diskussionsentwurf für eine stufenweise, technologieoffene Versorgung ausgesprochen, bei dem zunächst der Fokus auf bislang unterversorgten Gewerbegebieten liegt. Ein solcher Ansatz, der mittelständische Unternehmen mit hoher Datenverarbeitung stärken würde, fehlt dem Gesetz.

Auch bei der Beschleunigung der Genehmigungsverfahren lahmt die TKG-Novelle. Zwar sieht diese vor, dass die Länder „eine oder mehrere geeignete koordinierende Stellen“ bestimmen, um die Abwicklung der Genehmigungsverfahren für die ausbauenden Unternehmen zu vereinfachen und planbarer zu gestalten. „Konsequent und zielführend wäre es jedoch, wenn man das gesamte Antragsverfahren und deren Abwicklung im Sinne einer zeitgemäßen digitalen Verwaltung digitalisiert, wie im Onlinezugangsgesetz vorgesehen“, fordert Grün. „Es bleibt nun zu hoffen, dass die bestehenden Mängel im weiteren Verlauf des parlamentarischen Prozesses behoben werden“, so der BITMi-Präsident weiter.

Link zur Stellungnahme des BITMi: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/2020-11-20_BITMi-Stellungnahme_TKG-Novelle.pdf

Bianca Bockhoff Keine Kommentare

BITMi: Digital Markets/Services Act wegweisende Reform für den digitalen Mittelstand in Europa

  • Die Europäische Kommission hat heute zwei Gesetzesentwürfe veröffentlicht, die die Regeln für digitale Unternehmen in Europa erneuern sollen: den Digital Services Act und den Digital Markets Act.
  • Im Wesentlichen, konzentriert sich der Digital Services Act (DSA) auf illegale Inhalte, während der Digital Markets Act (DMA) verspricht, die Dominanz großer Gatekeeper-Plattformen wie Google, Apple, Facebook, Amazon (GAFA) zu bändigen.
  • Der BITMi begrüßt diese neuen Regeln für digitale Märkte, da sie ein wettbewerbsorientierteres und offenes Marktumfeld für aufstrebende digitale Unternehmen ermöglichen.

Brüssel, 15. Dezember 2020 – Heute hat die Europäische Kommission ihre lang erwarteten Regeln für digitale Dienstleistungen und digitale Märkte veröffentlicht. Die Vorhaben stellen die umfassendste Reform der europäischen Internetregulierung seit 20 Jahren dar. Der Digital Markets Act definiert eine Reihe von Maßnahmen, um Ungleichgewichte beim Wettbewerb auf digitalen Märkten zu beseitigen. „Ein solches Regelwerk ist für uns als innovationsreicher IT-Mittelstand besonders wichtig, damit online nicht einfach das Recht des Stärkeren gilt, sondern das des besten Angebots auf dem Markt“, kommentiert Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) das Vorhaben. Große Gatekeeper-Plattformen wie Google, Amazon, Facebook oder Apple (GAFA) beherrschen derzeit weite Teile des digitalen Lebens.

Bislang darf eine Plattform für Online-Handel zum Beispiel Daten über Händler sammeln, die ihre Produkte über die Plattform vertreiben und diese dann nutzen, um sich im Wettbewerb einen Vorteil zu verschaffen. „Durch solche Lock-In-Effekte zementieren Internetriesen weiter ihre Marktmacht und erschweren den Wettbewerb für kleinere Konkurrenten. In letzter Konsequenz bedeutet das weniger Wahlfreiheit für den Verbraucher, weniger Innovation bei den Unternehmen und somit schließlich kaum digitale Souveränität für Europa insgesamt, weil europäische Wettbewerber aus dem Markt gedrängt werden. Deshalb begrüßen wir, dass die Europäische Kommission hier dringend nötige Schritte unternimmt“, so Grün weiter.

Derweil sieht der Digital Services Act eine verschärfte Aufsicht und Regulierung von Internetplattformen vor, um deren Missbrauch etwa durch das Verbreiten illegaler Inhalte entgegenzuwirken. „Dass die Haftungsregelungen konkretisiert werden und den Anbietern mehr Rechtssicherheit geben, ist ein gutes Signal und Grundlage dafür, dass auch in Zukunft innovative Unternehmen und Angebote im EU-Binnenmarkt entstehen und wachsen“, erklärt der BITMi-Präsident.

Lisa Ehrentraut Keine Kommentare

Folgeprojekt zur Kooperation zwischen BITMi und ICT Chamber Ruanda gestartet

  • Erstes Kooperationsprojekt zwischen BITMi und ICT Chamber Ruanda erfolgreich abgeschlossen
  • Folgeprojekt für drei weitere Jahre vom Bundesentwicklungsministerium bewilligt
  • Ziel des Projekts: Kooperationen zwischen Unternehmen und Stärkung der mittelständischen IT-Wirtschaft in Deutschland und Ruanda

 

Aachen/Berlin, 14. Dezember 2020 – Nachdem der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) bereits im Jahr 2019 erfolgreich ein Kooperationsprojekt mit der ICT Chamber Ruanda (IT-Verband in Ruanda) durchgeführt hat, wurde nun ein Nachfolgeprojekt für drei weitere Jahre vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bewilligt.

Mit dem Wunsch die Internationalisierung des IT-Mittelstands in Richtung Afrika zu unterstützen, war der BITMi 2019 mit der ICT Chamber Ruanda in sein erstes internationales Projekt gestartet. Trotz einer recht kurzen Projektlaufzeit von 10 Monaten wurde gemeinsam viel erreicht: Neun Kooperationen zwischen ruandischen und deutschen Unternehmen wurden angebahnt und begleitet, 66 ruandische Unternehmen weitergebildet und in Anlehnung an das Gütesiegel des BITMi „Software Made in Germany“ wurde das „Rwanda Tech Seal“ entwickelt. „Wir freuen uns sehr über die Bewilligung. Da wir im Vorprojekt in relativ kurzer Zeit schon viel erreicht haben, sind wir uns sicher, in den kommenden Jahren ein fruchtbares Projekt für den ruandischen und deutschen IT-Mittelstand durchführen zu können.“ sagt die Projektleiterin des BITMi Dr. Geraldine Schmitz.

Für das Folgeprojekt und die nächsten drei Jahre soll an diese Erfolge angeknüpft werden. Weiterhin stehen Kooperationen zwischen deutschen und ruandischen Unternehmen sowie die Stärkung der mittelständischen IT-Branchen beider Länder im Fokus. Geplant sind dazu vielfältige Veranstaltungsformate, internationale Praktika, die Vermittlung und Begleitung von Kooperationen sowie Unterstützung beim Markteintritt, Sandbox Testing oder Outsourcing.

„Für uns ist es wichtig, dass es sich hier wirklich um ein Projekt auf Augenhöhe handelt, in dem die Kooperation im Mittelpunkt steht. Der deutsche IT-Mittelstand gewinnt wichtige Partner für gemeinsame Projekte und kann Möglichkeiten wie beispielsweise Sandbox Testing in Ruanda ohne großen Bürokratieaufwand nutzen“, erklärt BITMi Präsident Dr. Oliver Grün. „Die ruandische IT-Wirtschaft profitiert von den Investitionen der deutschen Unternehmen, aber auch für die deutsche IT-Wirtschaft eröffnen sich Chancen beispielsweise im Bereich des Outsourcings von Softwareentwicklung, sodass beide Seiten durch unser Projekt gestärkt werden.“

 

BU: Verleihung der ersten Rwanda Tech Seal

Über das Kooperationsprojekt BITMi – ICT Chamber Ruanda

Das PartnerAfrika-Projekt “Partnership between BITMi and ICT Chamber” wird durch die sequa gGmbH im Rahmen der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Unter der Marke Invest for Jobs hat die Sonderinitiative eine Reihe von Angeboten gebündelt, um deutsche, europäische und afrikanische Unternehmen bei Ihrem beschäftigungswirksamen Engagement in Afrika zu unterstützen.

 

Über den Bundesverband IT-Mittelstand:

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt über 2.000 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

 

Weitere Informationen: Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), Pascalstraße 6, 52076 Aachen, kontakt@bitmi.de, Tel.: 0241/1 89 05 58, Fax: 0241/1 89 05 55, Internet: www.bitmi.de

Hauptstadtbüro: Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin, Tel.: 030/226 05 005, Fax: 030 /226 05 007

 

 

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Projektverlängerung: Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft begleitet den IT-Mittelstand für weitere zwei Jahre

  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft geht in die zweite Förderphase
  • Kooperative Geschäftsmodelle im IT-Mittelstand werden weiterhin unterstützt
  • B2B Matching-Plattform IT2match hilft bei der Vernetzung von Unternehmenslösungen

Aachen/Berlin, 03.12.2020 – Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft (KIW) erhält für zwei weitere Jahre die Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums. Mit dem Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) als Konsortialführer und den Hochschulen TH Bandenburg und TH Wildau als wissenschaftliche Unterstützung hat das KIW in den letzten drei Jahren viel erreicht und ist gut im IT-Mittelstand aufgenommen worden.

„Wir freuen uns sehr, dass das Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft nach drei erfolgreichen Jahren weiter gefördert wird. Die geleistete Arbeit und die Bedeutung unserer heimischen Digitalwirtschaft wird damit anerkannt“, erklärt Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi und Mitglied im Beirat des KIW. „Gerade in der Corona-Krise wurde der Fokus auf die Digitalisierung und unsere digitale Souveränität noch einmal verstärkt. Wir haben eine leistungsstarke, mittelständisch geprägte IT-Wirtschaft in Deutschland. Um der internationalen Konkurrenz auf Augenhöhe zu begegnen, muss sich der IT-Mittelstand vernetzten und strategische Partnerschaften eingehen. Das KIW bietet hier mit seinen Angeboten eine wichtige Unterstützung.“

Mehr als 8.000 mittelständische IT-Unternehmen wurden seit Beginn des Projekts über kooperative Geschäftsmodelle informiert, über 300 Veranstaltungen bundesweit und an den KIW-Standorten Berlin, Aachen, Kassel und Karlsruhe durchgeführt. Das KIW unterstützt Unternehmen bei der Kooperationsbildung in den Bereichen Matching, IT-Schnittstellen, IT-Sicherheit sowie Recht und Datenschutz. Das Herzstück der Arbeit des KIW ist neben der persönlichen Begleitung der aktuell sechs Praxisprojekte die Entwicklung der B2B Matching-Plattform IT2match.

„An unserer Mission ändert sich im Kern nichts“, erklärt KIW-Geschäftsführer Janek Götze. „Wir werden weiter die Wettbewerbsfähigkeit des IT-Mittelstands stärken. Die Vernetzung des IT-Mittelstands – unternehmerisch wie technisch – ist nach wie vor eine spannende Aufgabe, welcher wir mit viel Motivation nachgehen.“

 

Informieren Sie sich hier über die Angebote des Kompetenzzentrums IT-Wirtschaft: https://itwirtschaft.de/angebote/

Hier finden Sie die B2B Matching-Plattform IT2match: https://itwirtschaft.de/it2match/

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Digital-Gipfel der Bundesregierung: IT-Mittelstand kann Schlüsselrolle für Nachhaltigkeit einnehmen

Aachen/Berlin, 01.12.2020 – Erstmals fand der diesjährige Digital-Gipfel der Bundesregierung vollständig virtuell statt. Unter dem Leitthema „Digital nachhaltiger Leben“ wurden die beiden Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung diskutiert. Der Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) zieht nach zwei inhaltlich umfangreichen Tagen ein positives Fazit: „Nachhaltigkeit und Digitalisierung bleiben in der öffentlichen Diskussion häufig sehr unkonkret. Auf dem Digital-Gipfel wurden sie mit Inhalt gefüllt und an konkreten Beispielen erklärt“, stellt BITMi Präsident Dr. Oliver Grün fest. „Nur so können wir aufzeigen, wie unsere starke IT-Wirtschaft dazu beitragen kann, mehr Nachhaltigkeit zu erreichen.“

Die besondere Situation der Digitalwirtschaft insgesamt hob auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrem Statement hervor: „Die Digitalwirtschaft steht vor großen ökologischen Herausforderungen. Sie verarbeitet ständig wachsende Datenmengen mit hohem Energieverbrauch und muss selbst einen Wandel durchlaufen.“ In zahlreichen Gesprächen auf dem Gipfel wurde deutlich, dass die mittelständisch geprägte IT-Wirtschaft bei dessen Gestaltung eine Schlüsselrolle übernehmen kann. Denn bereits heute befähigt sie viele Unternehmen durch innovative Lösungen dazu, nachhaltiger zu wirtschaften. „Wir sind ein starker Beschleuniger dieser Entwicklung, die zu einem Wettbewerbsvorteil für Europa werden kann und mit mittelständischen IT-Lösungen gleichzeitig Garant für ein digital souveränes Europa ist“, so Oliver Grün am Rande des Gipfels.

Wie dies ermöglicht werden kann, war Thema auf dem Podium des BITMi, der eine eigene Veranstaltung auf dem Digital-Gipfel initiierte, um das enorme Einsparpotenzial nachhaltiger Software zu diskutieren. Gemeinsam mit Tabea Rößner, Sprecherin für Netzpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Nele Kammlott, Geschäftsführerin der Kaneo GmbH und Prof. Dr. Stefan Naumann, Professor für Umwelttechnik und angewandte Informatik der Hochschule Trier, diskutierte BITMi Präsident Dr. Oliver Grün darüber, wie Software helfen kann, Energie und Ressourcen zu sparen sowie Millionen Tonnen Elektroschrott zu reduzieren. Dabei spielen offene Schnittstellen eine entscheidende Rolle. Tabea Rößner stellte heraus, dass Elektroschrott durch unnötige Neuanschaffungen reduziert werden könne, wenn Hardware länger mit Software-Updates versorgt würde. Viele Verbraucher würden ihre Geräte gerne länger nutzen, so die Grünen-Politikerin. Auch modular aufgebaute Software könne dafür sorgen, dass Geräte länger genutzt werden.

„Es ist gar nicht so aufwändig, nachhaltige Software zu programmieren. Es lag nur jahrzehntelang nicht der Fokus darauf. Dabei kann uns das einen großen Vorteil für den Markt der Zukunft bringen“, stellt BITMi Präsident Grün fest. „Wenn der IT-Mittelstand sich auf Nachhaltigkeit in der Software konzentriert, kann das eine große Hebelwirkung in den anwendenden Mittelstand entwickeln und gleichzeitig die digitale Souveränität absichern.“

BU: BITMi-Podium auf dem diesjährigen Digital-Gipfel zum Thema “Nachhaltige Software”

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BITMi zur US-Wahl

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) gratuliert dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden und seiner gewählten Vizepräsidentin Kamala Harris zu ihrem Erfolg. Die transatlantischen Beziehungen sind für eine funktionierende globale Digitalwirtschaft eine unverzichtbare Säule. “Die Vereinigten Staaten sind einer unserer wichtigsten Handelspartner. Die Nachrichten aus den USA über den Ausgang der Wahl geben Anlass zur Hoffnung, dass diese Beziehungen stabilisiert werden und deren für die gemeinsamen Anstrengungen benötigte Verlässlichkeit gestärkt wird”, erklärt BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün. “Das Konzept der digitalen Souveränität, das Europa in seinem Bestreben nach technologischer Unabhängigkeit gegenüber China und den USA verfolgt, steht dazu nicht im Widerspruch, sondern ist notwendig, um auch in Zukunft Handelspartner auf Augenhöhe zu bleiben.”

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BITMi zur Herbstprognose: IT-Mittelstand besorgt über neuen Lockdown

  • Teil-Shutdown könnte die wirtschaftliche Erholung wieder ausbremsen
  • Eine langfristige Strategie für den Umgang mit der Pandemie ist für Wirtschaft und Gesellschaft essenziell
  • Wichtige Digitalisierungsvorhaben dürfen nicht aufgeschoben werden

Aachen/Berlin, 30.10.2020 – Kurz nach dem von der Bundesregierung beschlossenen erneuten Lockdown hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) heute in seiner Herbstprognose 2020 neue Wirtschaftszahlen präsentiert. Dabei mussten die zuletzt optimistischen Prognosen, die ein Wachstum von 1,1% für das vierte Quartal vorhersagten, auf +0,4% korrigiert werden – eine Folge des am Mittwoch verhängten Lockdowns.

Dass die Wirtschaft sich im Sommer stark erholen konnte (+8,2%) zeigt aber auch: Wir haben eine leistungsstarke Wirtschaft in Deutschland, die auch während der Pandemie Wachstumskräfte entfalten konnte. Für die kommenden Monate wird es daher nun entscheidend sein, dass Maßnahmen einerseits dynamisch korrigiert und angepasst werden, um die Konjunktur zu stärken. Gleichzeitig ist es wichtig, dass staatliche Hilfen zielgenau und unbürokratisch in der Wirtschaft ankommen.

Ein neuer Lockdown trifft auch den digitalen Mittelstand

Gleichwohl hat sich die Lage zweifelsohne durch das sich rasant entwickelnde Infektionsgeschehen der letzten Wochen in Deutschland zugespitzt. Das am Mittwoch durch die Bundesregierung erklärte Ziel, persönliche Kontakte stark zu reduzieren, ist daher grundsätzlich verständlich und nachvollziehbar. „Dennoch appellieren wir als Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) an die Bundesregierung, mit dem gebotenen Augenmaß vorzugehen, damit die Wirtschaft nicht stärker belastet wird als zwingend nötig. Dazu gehört, die getroffenen Entscheidungen fortlaufend zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren“, erklärt der Präsident des BITMi, Dr. Oliver Grün. „Besonders wichtig ist es aus unserer Sicht jedoch, dass alle Maßnahmen einer langfristig angelegten Strategie folgen, die der Wirtschaft bei allen Unwägbarkeiten eine gewisse Sicherheit geben. Eine Aneinanderreihung von Lockdowns light kann keine Lösung sein.“

Auch vermeintlich nicht betroffene Sektoren wie beispielsweise der IT-Mittelstand bekommen die Konsequenzen der Corona-Krise immer stärker zu spüren. Das zeigt eine aktuelle Mitgliederbefragung des BITMi. Während zu Beginn der Pandemie im Frühjahr nur ein Drittel des IT-Mittelstands von Umsatzeinbußen berichtete, sind es jetzt bereits doppelt so viele der mittelständischen IT-Unternehmen. Die Zurückhaltung der Anwender-Unternehmen wird nun auch in vielen Teilen des IT-Mittelstands spürbar.

Wichtige Digitalisierungsvorhaben in Gefahr

Denn während über den durch Corona ausgelösten Digitalisierungsschub berichtet wird, gerät aus dem Blick, dass es sich dabei hauptsächlich um oberflächliche und kurzfristige Digitalisierungsprojekte – vornehmlich im Bereich Kommunikation und Kollaboration – handelt. Zukunftsprojekte der Digitalisierung, in denen es darum geht, die eigenen Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln und mit neuen Technologien wie Big Data und KI anzureichern, werden dagegen auf Eis gelegt. „Ohne eine solche nachhaltige Digitalisierung unserer Wirtschaft können wir den Rückstand im internationalen Vergleich leider nicht aufholen“, gibt BITMi-Präsident Grün zu bedenken. „Doch in der aktuellen Lage ist es auch verständlich, dass viele Unternehmen erst einmal um ihr Überleben kämpfen. Von Seiten der Politik wäre es ein wichtiges Signal, Bemühungen tiefgreifender und nachhaltiger Digitalisierung gezielt zu unterstützen.“

 

Hilfsmaßnahmen für betroffene Unternehmen

Damit die von der Bundesregierung beschlossene außerordentliche Wirtschaftshilfe in Höhe von 75% des jeweiligen Umsatzes aus November 2019 ihre volle Wirkung entfalten kann, müssen deshalb auch diejenigen Unternehmen in den Blick genommen werden, die nun indirekt vom Lockdown betroffen sind. Auf der von der Bundesregierung angekündigten Empfängerliste mittelbar betroffener Unternehmen muss sich somit auch der IT-Mittelstand wiederfinden. Eine Welle drohender Insolvenzen in diesem Bereich wäre für zahlreiche Digitalisierungsvorhaben in Deutschland, für die innovative IT-Mittelständler unverzichtbar sind, ein schmerzhafter Rückschritt.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Blitzumfrage zur Corona-Situation unter den BITMi-Mitgliedern https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/BITMi-Blitzumfrage-Corona2020.pdf.

 

Über den Bundesverband IT-Mittelstand:

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) vertritt über 2.000 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

 

Weitere Informationen: Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), Pascalstraße 6, 52076 Aachen, kontakt@bitmi.de, Tel.: 0241/1 89 05 58, Fax: 0241/1 89 05 55, Internet: www.bitmi.de

Hauptstadtbüro: Haus der Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin, Tel.: 030/226 05 005, Fax: 030 /226 05 007