Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) sieht Forschung und Entwicklung als einen wichtigen Faktor für das Wachstum der deutschen IT-Wirtschaft an. Deswegen beteiligt sich der BITMi an internationalen, nationalen und lokalen Projekten der Landesregierungen, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Europäischen Union.

BMWi Initiative: Mittelstand Digital

Das Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen der IT-Wirtschaft bei der Bildung leistungsstarker Kooperationen und der Schaffung innovativer und systemischer Lösungen zur Digitalisierung. Damit wird die Rolle der mittelständischen IT-Wirtschaft als „Enabler“ der Digitalisierung und Anbieter von Lösungen „vom Mittelstand für den Mittelstand“ gestärkt und ausgebaut. Online-Angebote wie das Matching-Portal und das Konsortiumsregister geben dem IT-Mittelstand praxisnahe Werkzeuge zur Vernetzung an die Hand. Die technische Interoperabilität verschiedener Lösungen unterstützt das KIW über ein internetbasiertes Angebot, der Integrationsplattform. Grundlagen zu Fragen der rechtlichen Konstruktion von Konsortien, des Datenschutzes und der Entwicklung kollaborativer Geschäftsmodelle bilden die Basis dazu, mittelständische Technologie-Scouting- und Innovationsworkshops geben Einblicke in die Trends der Zukunft.

Neben dem bundesweiten Informations- und Veranstaltungsangebot bieten die vier Stützpunkte in Berlin, Aachen, Karlsruhe und Kassel auch regionale Anlaufstellen. Zudem werden dort entlang der Kooperation thematische Schwerpunkte ausgebildet und durch kompetente und erfahrene Ansprechpartner vermittelt:

  • Die Vernetzung des IT-Mittelstands mit Starts-ups steht im Fokus der Tätigkeit des Zentrums am Hauptsitz und Stützpunkt Ost in Berlin.
  • Zahlreiche Praxisbeispiele zum Thema Digitale Geschäftsmodelle finden Unternehmen der IT-Wirtschaft am Stützpunkt West in Aachen.
  • Software Ergonomie ist das Fachangebot am Stützpunkt Süd in Karlsruhe.
  • Die Innovation im IT-Mittelstand ist Kernthema am Stützpunkt Mitte in Kassel.

Zusätzlich zur kostenlosen, regionalen Hilfestellung vor Ort bietet das Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft bundesweit sowie an allen Stützpunkten unterschiedliche Veranstaltungsformate vom Konferenzbeitrag über den Fachworkshop bis zum Barcamp und Summit als Großveranstaltung, um Entscheider der mittelständischen IT-Wirtschaft, interessierte Entscheider des anwendenden Mittelstandes sowie Startups zusammenzubringen. Weiterführende Informations- und Qualifizierungsangebote werden über Publikationen mit Best-Practice-Beispielen, Webinare, Newsletter, Handlungsleitfäden, Blog-Beiträge vermittelt. Das Info-Portal mit den Online-Bereichen Matching, Konsortiumsregister und Integrationsplattform bietet zudem praxisnahe Tools rund um die Uhr.

Projektlaufzeit: 01.12.2017 – 30.11.2020

Logo des Projekts Usability in Germany

Das Projekt Usability in Germany verfolgt die Etablierung eines Kompetenzzentrums, das die Aufgabe hat, bestehendes und neues Wissen zur Integration von Usability-Praktiken in den Lebenszyklus von Anwendungssoftware bei mittelständischen Anbietern und Abnehmern in einem umfassenden Managementkonzept bestehend aus einem Vorgehensmodell und Change-Management-Maßnahmen verständlich zusammenzufassen und dieses so komprimierte Wissen durch den Aufbau eines koordinierten Netzwerks von Beratungen vielen mittelständischen Unternehmen in kurzer Zeit nahezubringen.

Projektlaufzeit: 01.02.2013-30.04.2016

Logo des Projekts eBusiness-Lorse Aachen

 

 

 

Der eBusiness-Lotse Aachen fokussierte mit seiner Arbeit insbesondere auf die IKT-Unterstützung der über 50.000 kleinen und mittleren Unternehmen in der Region Aachen. Die Region umfasst die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen sowie die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg. Sie bildet somit die westliche Hälfte des Regierungsbezirks Köln.

Der eBusiness-Lotse Aachen wurde vom Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e.V. an der RWTH Aachen, der Fachhochschule Aachen, der Stadt Aachen, dem Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) und dem ADDAG GbR, Aachen getragen. Durch das Cluster NRW bestand eine enge Kooperation mit den nordrhein-westfälischen eBusiness-Lotsen in Münster, Paderborn, Dortmund, Köln und Iserlohn/Hagen.

Einen besonderen Fokus legte der Lotse auf überregionale Hilfestellungen bei Fragen zu Geschäftsprozessen, Mobilen Anwendungen sowie IKT-Lösungen in der Elektromobilität.

Projektlaufzeit: 01.03.2013-30.09.2015

Logo Projekt KompUEterchen

Mobile Unternehmenssoftware als innovativer Wachstumsmarkt unterliegt besonderen Usability Anforderungen. Weder aktuelle Software Engineering‐Methoden noch aktuelle Ansätze des Usability Engineering sind zur Umsetzung von gebrauchstauglichen mobilen Lösungen von KMU für KMU geeignet. Des Weiteren sind sie nicht als Methodenverbund verfügbar und nicht durch KMU-taugliche, „pragmatische“ Templates oder kleine nützliche Informationsdienste unterstützt. Daher soll im Projekt KompUEterchen4KMU ein Kompetenzzentrum im Bereich Usability Engineering für Mobile Unternehmenssoftware aufgebaut werden. In dieser Einrichtung wird zukünftig Methodenkompetenz gebündelt sowie entsprechende Dienstleistungen angeboten. Die Ansätze werden im Rahmen des Projektes mit einem LivingLab‐Ansatz anhand von UseCases der beteiligten Partner als  Referenzprojekte entwickelt und evaluiert. Abschließend wird ein Dienstleistungsangebot des Kompetenzzentrums definiert, sodass KMU auch nach Projektende eine Anlaufstelle für Usability Engineering für mobile Unternehmenssoftware geboten wird.

Projektlaufzeit: 01.08.2012-31.06.2015

ui_logo

 

Intuitiv und effizient bedienbar wünschen sich Nutzer ihre Software. Die Umsetzung dieses Wunsches fällt gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen oft schwer. Es fehlt ihnen an skalierbaren Methoden und Dienstleistungen. Hier setzt das 2014 eröffnete Kompetenzzentrum „Usability in Unternehmenssoftware“ an. Es dient kleinen und mittleren Unternehmen als Anlaufstelle und bietet ihnen speziell entwickelte Arbeitshilfen und Dienstleistungen an.

Das Kompetenzzentrum wurde im Rahmen des vom Bundeswirtschaftsministeriums geförderten Projekts „Usability Inside“ gegründet. Grundlage für alle Angebote des Kompetenzzentrums ist eine zu Beginn durchgeführte Umfrage. Die so gewonnen Erkenntnisse wurden in anschließende Workshops mit verschiedenen mittelständischen Partnern interpretiert und diskutiert. Dabei wurde insbesondere deutlich wie wichtigen den Mittelständlern die Kombination von ganz konkreten Optimierungsempfehlungen für ihr Produkt und dem Know-how-Transfer in ihre Projektteams ist. Alle entwickelten Angebote verstehen sich deshalb als Starthilfe in Richtung Usability und vermitteln gleichzeitig entsprechende Kompetenz an die beteiligten Mitarbeiter des Unternehmens.

Gleichzeitig wurden im Projekt verschiedene Maßnahmen zur Sensibilisierung geschaffen und durchgeführt. Der monatlich erscheinende Comic „Die Abenteuer von U-Man“ vermittelt mit Humor die Notwendigkeit des Usability Engineerings. Die Messeauftritte und die eigenen Veranstaltungen z.B. in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern nähern sich aus der Praxis dem Thema und verschaffen Interessierten einen ersten Einblick in das Themenfeld der Usability.  Das Online Portal fasst alle Ergebnisse und Angebote des Kompetenzzentrums zusammen und bietet so einer breiten Öffentlichkeit Zugang zum Thema. Im Rahmen der Förderung war es dem Projektteam von „Usability Inside“ möglich, alle Angebote mit Partnern aus der Industrie zu testen.

Projektlaufzeit: 01.09.2012-31.04.2015

MAC4U Logo

 

 

Im Rahmen des Projekts MAC4U wurde ein Konzept und eine Plattform entwickelt, das Additive Manufacturing in die Prozess- und Wertschöpfungskette von individualisierten Massenprodukten im Konsumgüterbereich und somit den B2C-Markt einbindet. Die Plattform schafft standardisierte Arbeitsabläufe, Datenformate und einfach zu bedienende Software-Anwendungen zur Unterstützung von Prozessen in Entwicklung, Verkauf und Herstellung von individualisierbaren, additiv herstellbaren Produkten. Das Projekt wurde an einem Fallbeispiel aus der Automobilindustrie durchgeführt, bei dem individualisierte Schaltknauf-Varianten in einer Tuning-Werkstatt zur Verfügung gestellt werden.

Projektlaufzeit: 01.06.2012-31.11.2014

Landesgeförderte Projekte

[STRG] + [A] + [C] versteht sich als digitale Qualifizierungsoffensive, mit der die kommunale Aachener Wirtschaftsförderung gemeinsam mit ihren Partnern und mithilfe eines individuellen Maßnahmenkataloges die Aachener KMU (kleinen und mittlere Unternehmen) und deren Fachkräfte auf dem Weg in die digitalisierte Zukunft unterstützen will. Angesichts massiver Umbrüche der Arbeitswelt und struktureller Planungsunsicherheit über die Entwicklungen der nächsten zehn Jahre verfolgt das Projekt den Ansatz, durch Know-how-Vermittlung und Qualifizierung

  1. die KMU-Fachkräfte durch die Vermittlung von Fachwissen fit zu machen für die Herausforderungen der Digitalisierung, die künftig auch ihr konkretes Arbeitsumfeld beeinflussen werden,
  2. die Führungskräfte in die Lage zu versetzen, mit den Implikationen und Chancen der Digitalisierung umgehen und diese für das Unternehmen und die Mitarbeiter/innen nutzbar machen zu können, und
  3. den KMU durch das Expert/innenwissen der Aachener Hochschulpartner konkrete Perspektiven und innerbetriebliche Potenziale aufzuzeigen.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Vorhaben, welches die Landesregierung Nordrhein-Westfalens im Zuge ihrer Fachkräfteinitiative zur Förderung ausgewählt hat.

Projektlaufzeit: 01.09.2017-31.08.2019

EU Projekte

Trotz der Vorteile von Cloud Computing für KMU ist der Einsatz der Cloud-Technologie in den Europäischen KMU immer noch gering. Das Projekt CloudingSMEs, in dem sich KMU-Verbände, KMUs und Cloud Computing-Experten zusammengeschlossen haben, wird als Katalysator für eine erfolgreiche und beschleunigte Nutzung von Cloud Computing fungieren. CloudingSMEs verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Bedürfnisse auf der Anbieterseite (z.B. innovative IT-KMUs mit Cloud-Expertise) als auch die Anwenderseite (z.B. Nutzung von Cloud von KMUs) berücksichtigt.

Das Projekt soll eine realisierbare Vision für die optimale Einführung und Nutzung von Cloud Computing aufzeigen. Dabei sollen kurz- bis langfristige Aktivitäten von KMU- und Cloud-Verbänden sowie politischen Entscheidungsträgern durchgeführt werden, um die Vision erfolgreich bei der Zielgruppe zu verankern. Im Rahmen dieser Aktivitäten wird das Projekt eine integrierte Toolbox vorstellen, die die KMU befähigen soll, Entscheidungen in Cloud-Fragen zu treffen.

Außerdem wird das Projekt eine Reihe von Best Practices und Leitlinien für die Entwicklung und Durchsetzung sowie den effektiven Einsatz von Cloud-Technologien in KMU entwickeln und dokumentieren. Ebenso wird das Projekt bewährte Verfahren und Leitlinien zur Verfügung stellen, die die IT-KMU bei einer erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung ihrer Nischen-Lösungen zu unterstützen. Die Ergebnisse des Projekts werden den europäischen KMU an einem einzigen Access Point in mehreren Sprachen angeboten. CloudingSMEs wird aktiv zur politischen Agenda für Europa wie der „European Cloud Partnership“ beitragen. Die KMUs werden in die Cloud-Forschung einbezogen. Das Projekt stellt somit eine perfekte Brücke zwischen FP 7 und Horizon2020 dar.

Entwickler von Cloud-Anwendungen stoßen oftmals auf erhebliche Anwendungs- und Übertragbarkeitsprobleme. An dieser Stelle möchte das PaaSport-Projekt eingreifen und einen flexiblen und effizienten Bereitstellungs- und Migrationsansatz anbieten. Zu diesem Zweck wird PaaS-Technologie mit leichter Semantik verbunden. So kann ein einfaches und nicht-invasives Vergleichsportal für Cloud-Dienste, ein sogenannter Cloud-Broker, bereitgestellt werden. Hier werden verschiedene Werkzeuge umgesetzt, die den Endverbraucher befähigen sollen, aus einer Reihe von Cloud-Diensten auszuwählen. Ferner kann der Benutzer verschiedene Prototypen und Demonstratoren nutzen, um sich vorab über deren Funktionen zu informieren.

Eines der Ziele des PaaSport-Projektes wird es sein, den europäischen Cloud-Anbietern und insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu ermöglichen, interoperable PaaS-Angebote bereitzustellen. So werden sowohl ihre Wettbewerbsfähigkeit als auch die Qualität der Dienstleistung an die Kunden gehoben. Dies führt dazu, dass die Angebote attraktiver werden. Hinzu kommt, dass die Reichweite gegenüber potentiellen Kunden erweitert wird. Dies gilt insbesondere in der paneuropäischen Softwareindustrie. PaaSport erleichtert den Einsatz von Geschäftsanwendungen in einer optimalen Computer-Plattform für Entwickler von Webanwendungen (Cloud-PaaS) für europäische Software KMUs. So wird die nahtlose Migration dieser Anwendungen nach Kundenanfrage gewährleistet. Daher trägt PaaSport dazu bei, heterogene PaaS-Angebote anzugleichen und zu vernetzen. Im Zuge dessen wird das Problem des Vendor-Lock-In überwunden und die Umstellungskosten werden verringert.

Aus einer Geschäftsperspektive gesehen zielt PaaSport auf die Überwindung der Schranken hinaus, welche durch den Vendor-Lock-in verursacht werden. Als Ergebnis werden die Cloud-Kunden und Cloud-Anwendungsentwickler gestärkt. Dies gilt insbesondere für europäische unabhängige Softwareanbieter (ISV). So wird ihnen die Möglichkeit geboten, ohne Restriktionen die Cloud-Angebote zu wählen, die ihren Bedarf am besten decken. Der sich noch im Aufschwung befindliche Markt wird momentan durch amerikanische Kolosse dominiert. Dazu zählen z.B. Google und Amazon. Das PaaSport-Projekt beabsichtigt, die Position der europäischen KMU-Cloud-Anbieter zu stärken um so den Eintritt in diesen Markt zu begünstigen. Die PaaSport-Partner arbeiten bereits an der Verbreitung des PaaSport-Projektes, um die Bekanntheit und Annahme von PaaSport-Produkten in der EU zu stärken.