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Rolf Chung, M.A.
Projektleiter und Verbandsreferent
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Interessensvertretung
Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) engagiert sich nachdrücklich dafür, dass nicht nur Großunternehmen durch Öffentlichkeit und Politik anerkannt und gefördert werden, sondern dass ein starker IT-Mittelstand ebenso bedeutsam für die Zukunft der deutschen Wirtschaft ist.
Wer erinnert sich heute noch an die Entwicklung des Online-Arbeitsmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA)? Bei der Auftragsvergabe an den globalen IT-Dienstleister Accenture waren noch Kosten von 57,5 Millionen Euro erwartet worden. Zwischenzeitlich stieg die Summe auf 77 Millionen und lag dann bei über 100 Millionen Euro.
Öffentliche Projekte, wie die elektronische Gesundheitskarte und die Einrichtung eines schlanken E-Governments, dürfen nicht ohne die Beteiligung der IT-KMUs gestaltet werden, denn diese kennen durch ihre tägliche Arbeit die tatsächlichen Problemlagen und wollen keine überdimensionierten, zentralistischen Lösungen verkaufen, die nicht funktionieren. Trotzdem wiederholt sich die Geschichte regelmäßig.
Die Ungereimtheiten beim Online-Arbeitsmarkt der BA und vielen anderen Projekten lassen sich nur auf eine Weise erklären. Die Interessensvertretung der IT-Großunternehmen hat reale Auswirkungen auf die Auftragsvergabe, häufig zu Lasten des Steuerzahlers, während der IT-Mittelstand kaum Gehör findet. Der Bundesverband IT-Mittelstand als Sprachrohr der IT-KMUs hält jedoch dagegen.
Um seiner Position Nachdruck zu verleihen, fordert dieser deswegen eine Vernetzung der unterschiedlichen Organisationen des IT-Mittelstands von der regionalen bis zur europäischen Ebene. Von der Politik fordert der Bundesverband IT-Mittelstand Maßnahmen die Unabhängigkeit des IT-Mittelstands zu sichern und zu stärken, oder zumindest den Wettbewerb nicht durch Bevorzugung der Großunternehmen zu verzerren.
Der Bundesverband IT-Mittelstand hat im Rahmen eines Positionspapiers acht Eckpunkte definiert, die im gemeinsamen Zusammenspiel geeignet sind, die Unabhängigkeit der mittelständischen IT-Unternehmen tatsächlich zu erhalten. Die Eckpunkte betreffen die freie Zugänglichkeit technologischer Grundlagen (I. Offene Standards und Schnittstellen), die Begünstigung von mittelständischen Netzwerken (II. Netzwerke und Kooperationen), den gezielten Abbau des nichtakademischen Fachkräftemangels (III. Abbau des Fachkräftemangels), die stärkere Beteiligung des Mittelstands an der Forschung (IV. Eigene Forschungs- und Innovationsaktivitäten), den Abbau von hemmender Bürokratie (V. Bürokratieabbau), die Initiierung von Maßnahmen und Kampagnen, um mittelständischen Unternehmen einen besseren Marktzugang zu ermöglichen (VI. Verbesserung des eigenen Marketings), eine Erleichterung in der Finanzierung (VII. Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen und des Marktzugangs) und schließlich die partielle Anpassung des Arbeitsrechts an die Bedingungen des Informationszeitalters (VIII. Modernisierung des Arbeitsrechts).
Positionspapier lesen
Öffentliche Projekte, wie die elektronische Gesundheitskarte und die Einrichtung eines schlanken E-Governments, dürfen nicht ohne die Beteiligung der IT-KMUs gestaltet werden, denn diese kennen durch ihre tägliche Arbeit die tatsächlichen Problemlagen und wollen keine überdimensionierten, zentralistischen Lösungen verkaufen, die nicht funktionieren. Trotzdem wiederholt sich die Geschichte regelmäßig.
Um seiner Position Nachdruck zu verleihen, fordert dieser deswegen eine Vernetzung der unterschiedlichen Organisationen des IT-Mittelstands von der regionalen bis zur europäischen Ebene. Von der Politik fordert der Bundesverband IT-Mittelstand Maßnahmen die Unabhängigkeit des IT-Mittelstands zu sichern und zu stärken, oder zumindest den Wettbewerb nicht durch Bevorzugung der Großunternehmen zu verzerren.
Der Bundesverband IT-Mittelstand hat im Rahmen eines Positionspapiers acht Eckpunkte definiert, die im gemeinsamen Zusammenspiel geeignet sind, die Unabhängigkeit der mittelständischen IT-Unternehmen tatsächlich zu erhalten. Die Eckpunkte betreffen die freie Zugänglichkeit technologischer Grundlagen (I. Offene Standards und Schnittstellen), die Begünstigung von mittelständischen Netzwerken (II. Netzwerke und Kooperationen), den gezielten Abbau des nichtakademischen Fachkräftemangels (III. Abbau des Fachkräftemangels), die stärkere Beteiligung des Mittelstands an der Forschung (IV. Eigene Forschungs- und Innovationsaktivitäten), den Abbau von hemmender Bürokratie (V. Bürokratieabbau), die Initiierung von Maßnahmen und Kampagnen, um mittelständischen Unternehmen einen besseren Marktzugang zu ermöglichen (VI. Verbesserung des eigenen Marketings), eine Erleichterung in der Finanzierung (VII. Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen und des Marktzugangs) und schließlich die partielle Anpassung des Arbeitsrechts an die Bedingungen des Informationszeitalters (VIII. Modernisierung des Arbeitsrechts).
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Für den Bundesverband IT-Mittelstand als Interessenvertretung der kleinen und mittleren Informationstechnologieunternehmen in Deutschland ist Qualifizierung ein Kernanliegen. Ohne IT-Qualifizierung, Nachwuchsförderung und Stärkung der beruflichen IT-Ausbildung ist nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Informationswirtschaft gefährdet, sondern verlieren viele junge Menschen ebenso ihre Lebensperspektiven.
Der IT-Mittelstand ist sich seiner Verantwortung bewusst und ist deswegen in der Aus- und Fortbildung aktiv und fördert den Nachwuchs in den Kommunen vor Ort. Gemäß dem Leitgedanken „Think Global, Act local“ übernimmt dieser Verantwortung in den „Communities“, in die er eingebettet ist. Trotz des enormen Wettbewerbs- und Kostendrucks
bekennt sich dieser zu den lokalen Standorten und den dort lebenden Menschen. Außerdem beschäftigt sich dieser nicht fortwährend mit Exitstrategien und Standortverlagerungen, um kurzfristige Gewinnmitnahmen zu realsieren.
Allerdings wird das Engagement des IT-Mittelstands von der Politik weder ausreichend gewürdigt noch unterstützt, so das derzeitige Meinungsbild in diesem. Der Mittelstand fragt sich, wieso er gerade in Krisenzeiten aus dem Blick des Staates gerät, den er doch mit seinen Steuermitteln aufrecht erhält, während globale Konzerne sich mittels der steueroptimierten Offshore-Konzepte der Londoner City der Verantwortung entziehen. Zeigen nicht die Beispiele Quimonda und Nokia wie anfällig herkömmliche zentralistische Industriestrukturen im Vergleich zu den flexiblen Netzwerken der KMUs sind. Hier ist ein Umdenken bei der Politik gefordert, die den IT-Mittelstand als eigenständigen Wirtschafts- und Gesellschaftsfaktor anerkennen sollte und nicht als Beiboot der Großunternehmen.
Der IT-Mittelstand ist ein ausschlaggebender Innovationsfaktor der deutschen Wirtschaft und sollte dementsprechend wahrgenommen und respektiert werden. Ein Ansatz für eine Entwicklung von Kooperationsbeziehungen zwischen Politik und IT-Mittelstand kann auf Grundlage des Positionspapiers zur IT-Nachwuchsförderung geschehen, welches vom Bundesverband IT-Mittelstand angefertigt wurde.
Positionspapier zur IT-Nachwuchsförderung lesen
Der IT-Mittelstand ist sich seiner Verantwortung bewusst und ist deswegen in der Aus- und Fortbildung aktiv und fördert den Nachwuchs in den Kommunen vor Ort. Gemäß dem Leitgedanken „Think Global, Act local“ übernimmt dieser Verantwortung in den „Communities“, in die er eingebettet ist. Trotz des enormen Wettbewerbs- und Kostendrucks
bekennt sich dieser zu den lokalen Standorten und den dort lebenden Menschen. Außerdem beschäftigt sich dieser nicht fortwährend mit Exitstrategien und Standortverlagerungen, um kurzfristige Gewinnmitnahmen zu realsieren. Allerdings wird das Engagement des IT-Mittelstands von der Politik weder ausreichend gewürdigt noch unterstützt, so das derzeitige Meinungsbild in diesem. Der Mittelstand fragt sich, wieso er gerade in Krisenzeiten aus dem Blick des Staates gerät, den er doch mit seinen Steuermitteln aufrecht erhält, während globale Konzerne sich mittels der steueroptimierten Offshore-Konzepte der Londoner City der Verantwortung entziehen. Zeigen nicht die Beispiele Quimonda und Nokia wie anfällig herkömmliche zentralistische Industriestrukturen im Vergleich zu den flexiblen Netzwerken der KMUs sind. Hier ist ein Umdenken bei der Politik gefordert, die den IT-Mittelstand als eigenständigen Wirtschafts- und Gesellschaftsfaktor anerkennen sollte und nicht als Beiboot der Großunternehmen.
Der IT-Mittelstand ist ein ausschlaggebender Innovationsfaktor der deutschen Wirtschaft und sollte dementsprechend wahrgenommen und respektiert werden. Ein Ansatz für eine Entwicklung von Kooperationsbeziehungen zwischen Politik und IT-Mittelstand kann auf Grundlage des Positionspapiers zur IT-Nachwuchsförderung geschehen, welches vom Bundesverband IT-Mittelstand angefertigt wurde.
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Das Thema Softwarepatente hat seit 2005 nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil, die Zeichen mehren sich, dass die Befürworter von Softwarepatente mit neuer Energie die Realisierung ihrer Interessen anstreben. Der Bundesverband IT-Mittelstand als Vertreter der mittelständischen IT-Wirtschaft streitet jedoch dagegen.
Es kann keinerlei Zweifel bestehen. Der Streit um Softwarepatente ist keinesfalls beigelegt, sondern wird mit unvermindertem Willen fortgeführt. Zu groß sind die wirtschaftlichen Interessen, die mit einer Durchsetzung von gewerblichen Schutzrechten auf Software verbunden werden, als dass sich ihre Befürworter von Rückschlägen beeinträchtigen lassen würden.
Softwarepatente schweben wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der kleinen und mittleren IT-Unternehmen (KMUs), das jederzeit herunterfallen kann, denn anders als der Konzern Microsoft, welchem vor 30 Jahren zweifelsohne mit dem Betriebssystem MS-DOS eine bahnbrechende Innovation gelang, aufgrund derer seitdem beständig neue Kapitalrücklagen entstehen, sind IT-KMUs nicht in der Lage sich mittels Scheckbuchdiplomatie freizukaufen. Da dieser Ausweg versperrt ist, wird die Innovationsfähigkeit der mittelständischen IT-Wirtschaft auf das Schärfste gefährdet.
Der Bundesverband IT-Mittelstand sagt deswegen deutlich "Nein". Wir brauchen zur Sicherung des Wirtschaftsstandort Deutschland, zur Förderung des technischen Fortschritts und der Innovationsdynamik nicht mehr Patentanwälte und Patentbeamte, auch wenn dies ehrenwerte Berufsstände sind, sondern Softwareentwickler und kreative Unternehmer. Der Bundesverband IT-Mittelstand setzt auf aktives Engagement gegen Softwarepatente:
Daher fordert der Bundesverband IT-Mittelstand alle kleinen und mittleren IT-Unternehmen in Deutschland, sich gegen Softwarepatente einzusetzen und sich an der Arbeit des Verbands gegen Softwarepatente zu beteiligen.
Pressemitteilung zu Softwarepatenten
Es kann keinerlei Zweifel bestehen. Der Streit um Softwarepatente ist keinesfalls beigelegt, sondern wird mit unvermindertem Willen fortgeführt. Zu groß sind die wirtschaftlichen Interessen, die mit einer Durchsetzung von gewerblichen Schutzrechten auf Software verbunden werden, als dass sich ihre Befürworter von Rückschlägen beeinträchtigen lassen würden.
Softwarepatente schweben wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der kleinen und mittleren IT-Unternehmen (KMUs), das jederzeit herunterfallen kann, denn anders als der Konzern Microsoft, welchem vor 30 Jahren zweifelsohne mit dem Betriebssystem MS-DOS eine bahnbrechende Innovation gelang, aufgrund derer seitdem beständig neue Kapitalrücklagen entstehen, sind IT-KMUs nicht in der Lage sich mittels Scheckbuchdiplomatie freizukaufen. Da dieser Ausweg versperrt ist, wird die Innovationsfähigkeit der mittelständischen IT-Wirtschaft auf das Schärfste gefährdet.
Der Bundesverband IT-Mittelstand sagt deswegen deutlich "Nein". Wir brauchen zur Sicherung des Wirtschaftsstandort Deutschland, zur Förderung des technischen Fortschritts und der Innovationsdynamik nicht mehr Patentanwälte und Patentbeamte, auch wenn dies ehrenwerte Berufsstände sind, sondern Softwareentwickler und kreative Unternehmer. Der Bundesverband IT-Mittelstand setzt auf aktives Engagement gegen Softwarepatente:
Daher fordert der Bundesverband IT-Mittelstand alle kleinen und mittleren IT-Unternehmen in Deutschland, sich gegen Softwarepatente einzusetzen und sich an der Arbeit des Verbands gegen Softwarepatente zu beteiligen.
Pressemitteilung zu Softwarepatenten