Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) sieht Forschung und Entwicklung als einen wichtigen Faktor für das Wachstum der deutschen IT-Wirtschaft an. Deswegen beteiligt sich der BITMi an internationalen und nationalen Projekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Europäischen Union.

BMWi Initiative: Mittelstand Digital

Mobile UnternehLogo Projekt KompUEterchenmenssoftware als innovativer Wachstumsmarkt unterliegt besonderen Usability Anforderungen. Weder aktuelle Software Engineering‐Methoden noch aktuelle Ansätze des Usability Engineering sind zur Umsetzung von gebrauchstauglichen mobilen Lösungen von KMU für KMU geeignet. Des Weiteren sind sie nicht als Methodenverbund verfügbar und nicht durch KMU-taugliche, „pragmatische“ Templates oder kleine nützliche Informationsdienste unterstützt. Daher soll im Projekt KompUEterchen4KMU ein Kompetenzzentrum im Bereich Usability Engineering für Mobile Unternehmenssoftware aufgebaut werden. In dieser Einrichtung wird zukünftig Methodenkompetenz gebündelt sowie entsprechende Dienstleistungen angeboten. Die Ansätze werden im Rahmen des Projektes mit einem LivingLab‐Ansatz anhand von UseCases der beteiligten Partner als  Referenzprojekte entwickelt und evaluiert. Abschließend wird ein Dienstleistungsangebot des Kompetenzzentrums definiert, sodass KMU auch nach Projektende eine Anlaufstelle für Usability Engineering für mobile Unternehmenssoftware geboten wird.

ui_logoBei der Entwicklung und Auswahl von betrieblicher Anwendungssoftware wenden kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) die Kriterien, Ansätze und Methoden des Usability Engineerings teilweise gar nicht oder nur sporadisch an.

Die wesentlichen Gründe hierfür liegen vor allem in den folgenden Defiziten:

  • Fehlende Bekanntheit und Bewusstsein für Kosten-Nutzen Verhältnis, dadurch geringe Motivation
  • Bestehende Fachliteratur und Standards zu Vorgehensweisen und Methoden erscheinen zu abstrakt, zu umfangreich, schwer verständlich und zu wenig auf die spezifischen Anforderungen der Zielgruppe zugeschnitten.
  • Barrieren bei der Durchführung, u.a. (vermeintlich) fehlender Zeit- und Kostenrahmen sowie Verfügbarkeit der benötigten Personalressourcen mit entsprechendem Know-how

Das Projekt Usability Inside entwickelt Maßnahmen, um diese Defizite zu beseitigen.

Logo des Projekts Usability in GermanyDas Projekt Usability in Germany verfolgt die Etablierung eines Kompetenzzentrums, das die Aufgabe hat, bestehendes und neues Wissen zur Integration von Usability-Praktiken in den Lebenszyklus von Anwendungssoftware bei mittelständischen Anbietern und Abnehmern in einem umfassenden Managementkonzept bestehend aus einem Vorgehensmodell und Change-Management-Maßnahmen verständlich zusammenzufassen und dieses so komprimierte Wissen durch den Aufbau eines koordinierten Netzwerks von Beratungen vielen mittelständischen Unternehmen in kurzer Zeit nahezubringen.

Logo des Projekts eBusiness-Lorse AachenDie Informationsstelle Aachen des eKompetenz-Netzwerks ist eine staatlich geförderte, gemeinnützige Einrichtung zur Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetrieben in allen Themenfeldern rund um den kommerziellen Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).

In den Schwerpunktthemen Auswahl betrieblicher IT-Systeme, Daten- und Wissensmanagement, Mobile Unternehmenssoftware, Blended Commerce, Informationssicherheit,  Ressourcenplanungssysteme und Webmarketing dient die Beratungsstelle als zentraler Anlaufpunkt für Unternehmen aus der Städteregion und dem Kammerbezirk Aachen. Ziel ist es, über Einstiegsberatungen, Vortragsreihen oder Leitfäden die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Betriebe durch den Einsatz moderner Informationstechnologie (IT) zu erhöhen

MAC4U LogoIm Rahmen des Projektes wird ein Demonstrator entwickelt und erprobt, der produzierende KMU’s aus dem Bereich Additive Manufacturing / Rapid Prototyping nahtlos in die Wertschöpfungskette einbinden wird. Dabei werden bestehende IT-Lösungen und somit die dazugehörigen unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse aus verschiedenen Phasen der Wertschöpfungskette (Angebot, Konfiguration, Bestellung, Produktion) basierend auf bestehenden, erweiterten und neuen eBusiness-Standards miteinander verbunden. MAC4U wird den Kundenkreis der produzierenden KMU’s – auch international – erweitern, ihre Prozesseffizienz erhöhen und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Zielgruppen von MAC4U sind somit produzierende KMU’s aber auch mittelständische Unternehmen aus dem IT Bereich.

Personalisierte Produkte sind gefragt. Massenware wie Turnschuhe, Süsswaren und Kosmetik lassen sich heute einfach und schnell per Mausklick individualisieren. Die Möglichkeit zur individuellen Anpassung von Produkten lässt Preis und Kaufbereitschaft steigen.

Das Projekt MAC4U zielt auf die Integration von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in die Wertschöpfungskette von individualisierten Massenprodukten im Konsumgüterbereich. Im Rahmen des Projekts wird ein Demonstrator entwickelt und erprobt, um produzierende KMU aus dem Bereich ‚Additive Manufacturing‘ (3D-Druck) nahtlos in die Wertschöpfungskette von Massenprodukten einbinden zu können

EU Projekte

Logo CloudingSMETrotz der Vorteile von Cloud Computing für KMU ist der Einsatz der Cloud-Technologie in den Europäischen KMU immer noch gering. Das Projekt CloudingSMEs, in dem sich KMU-Verbände, KMUs und Cloud Computing-Experten zusammengeschlossen haben, wird als Katalysator für eine erfolgreiche und beschleunigte Nutzung von Cloud Computing fungieren. CloudingSMEs verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Bedürfnisse auf der Anbieterseite (z.B. innovative IT-KMUs mit Cloud-Expertise) als auch die Anwenderseite (z.B. Nutzung von Cloud von KMUs) berücksichtigt.

Das Projekt soll eine realisierbare Vision für die optimale Einführung und Nutzung von Cloud Computing aufzeigen. Dabei sollen kurz- bis langfristige Aktivitäten von KMU- und Cloud-Verbänden sowie politischen Entscheidungsträgern durchgeführt werden, um die Vision erfolgreich bei der Zielgruppe zu verankern. Im Rahmen dieser Aktivitäten wird das Projekt eine integrierte Toolbox vorstellen, die die KMU befähigen soll, Entscheidungen in Cloud-Fragen zu treffen.

Außerdem wird das Projekt eine Reihe von Best Practices und Leitlinien für die Entwicklung und Durchsetzung sowie den effektiven Einsatz von Cloud-Technologien in KMU entwickeln und dokumentieren. Ebenso wird das Projekt bewährte Verfahren und Leitlinien zur Verfügung stellen, die die IT-KMU bei einer erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung ihrer Nischen-Lösungen zu unterstützen. Die Ergebnisse des Projekts werden den europäischen KMU an einem einzigen Access Point in mehreren Sprachen angeboten. CloudingSMEs wird aktiv zur politischen Agenda für Europa wie der „European Cloud Partnership“ beitragen. Die KMUs werden in die Cloud-Forschung einbezogen. Das Projekt stellt somit eine perfekte Brücke zwischen FP 7 und Horizon2020 dar.

Logo PaaSportEntwickler von Cloud-Anwendungen stoßen oftmals auf erhebliche Anwendungs- und Übertragbarkeitsprobleme. An dieser Stelle möchte das PaaSport-Projekt eingreifen und einen flexiblen und effizienten Bereitstellungs- und Migrationsansatz anbieten. Zu diesem Zweck wird PaaS-Technologie mit leichter Semantik verbunden. So kann ein einfaches und nicht-invasives Vergleichsportal für Cloud-Dienste, ein sogenannter Cloud-Broker, bereitgestellt werden. Hier werden verschiedene Werkzeuge umgesetzt, die den Endverbraucher befähigen sollen, aus einer Reihe von Cloud-Diensten auszuwählen. Ferner kann der Benutzer verschiedene Prototypen und Demonstratoren nutzen, um sich vorab über deren Funktionen zu informieren.

Eines der Ziele des PaaSport-Projektes wird es sein, den europäischen Cloud-Anbietern und insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu ermöglichen, interoperable PaaS-Angebote bereitzustellen. So werden sowohl ihre Wettbewerbsfähigkeit als auch die Qualität der Dienstleistung an die Kunden gehoben. Dies führt dazu, dass die Angebote attraktiver werden. Hinzu kommt, dass die Reichweite gegenüber potentiellen Kunden erweitert wird. Dies gilt insbesondere in der paneuropäischen Softwareindustrie. PaaSport erleichtert den Einsatz von Geschäftsanwendungen in einer optimalen Computer-Plattform für Entwickler von Webanwendungen (Cloud-PaaS) für europäische Software KMUs. So wird die nahtlose Migration dieser Anwendungen nach Kundenanfrage gewährleistet. Daher trägt PaaSport dazu bei, heterogene PaaS-Angebote anzugleichen und zu vernetzen. Im Zuge dessen wird das Problem des Vendor-Lock-In überwunden und die Umstellungskosten werden verringert.

Aus einer Geschäftsperspektive gesehen zielt PaaSport auf die Überwindung der Schranken hinaus, welche durch den Vendor-Lock-in verursacht werden. Als Ergebnis werden die Cloud-Kunden und Cloud-Anwendungsentwickler gestärkt. Dies gilt insbesondere für europäische unabhängige Softwareanbieter (ISV). So wird ihnen die Möglichkeit geboten, ohne Restriktionen die Cloud-Angebote zu wählen, die ihren Bedarf am besten decken. Der sich noch im Aufschwung befindliche Markt wird momentan durch amerikanische Kolosse dominiert. Dazu zählen z.B. Google und Amazon. Das PaaSport-Projekt beabsichtigt, die Position der europäischen KMU-Cloud-Anbieter zu stärken um so den Eintritt in diesen Markt zu begünstigen. Die PaaSport-Partner arbeiten bereits an der Verbreitung des PaaSport-Projektes, um die Bekanntheit und Annahme von PaaSport-Produkten in der EU zu stärken.